24-Stunden-Wanderung am Moselsteig – eine freudvolle Grenzerfahrung

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Der Wecker meines Handys wirft mich unsanft aus den Träumen. Ich öffne die Augen, blicke in Richtung Hotelfenster, der Vorhang ist nicht zugezogen. Ist auch nicht notwendig, das Fenster ist beinahe zur Gänze vernagelt. Ich richte mich etwas auf, es ist kurz nach halb 9 Uhr. Ach ja, in der Nacht war ich ja noch in einer Bar. Spür ich irgendwie.
Bald geht’s los. 24-Stunden-Wanderung in Bernkastel-Kues, heute wird wieder so ein Tag, an welchem man etwas zum ersten Mal macht. Aber vorher noch duschen.

Der Temperaturregler der Dusche wird abwechselnd links und rechts gedreht. So wird auch jedes noch so versteckte Blutgefäß in meinem Körper wach, die Funktionsfähigkeit meines Körpers kann ich heute noch gut gebrauchen. Nach dem Morgen-Kick packe ich meine sieben Sachen, sage „Pfiat di“ zum Hotelzimmer und folge dem Kaffeeduft in den Frühstücksraum.

Zwischen Frühstück und Frühstück

Hier sitzen schon einige Blog-Kolleginnen, beinahe schon mit dem Frühstück fertig. Ich bin gerade mal erst angekommen, nicht nur körperlich, auch geistig. Alle sind über der Gürtellinie blau gekleidet, dem wunderbaren Geschenk vom Vortag sei gedankt. Ich muss noch auf Touren kommen. Dem ersten Kaffee folgt ein zweiter, dem ersten Semmerl (Brötchen) folgt ein zweites, dem ersten Müsli folgt ein zweites und ein drittes. Kater-Frühstück.

24-Stunden-Wanderung MoselsteigUm unsere Füße zu schonen, überbrücken wir die Entfernung vom Hotel zur Schule in Kues – dem Dreh- und Angelpunkt der Tour – dank einem eigens eingerichteten Shuttledienst. Danke hier an Jörg vom Tourismus in Bernkastel. In der Turnhalle versammelt sich das wandernde Volk. In der Mensa gibt es Frühstück. Schon wieder, so ein Pech aber auch. 😉
Uns BloggerInnen wird in der Turnhalle – viele Stunden später als Lazarett und Riesenschnarchsaal genutzt – ein eigener Bereich zugeteilt. Ob uns der Saft ausgehen wird, wissen wir noch nicht. Einige Stromverteiler werden uns bereit gestellt, so soll unser technisches Equipment wenigstens stets geladen sein.

24-Stunden-Wanderung MoselsteigIn der Turnhalle erfolgt die allgemeine Einweisung. Anne, eine der OrganisatorInnen, erklärt uns was wir zu tun und was wir zu lassen haben. Es erwartet uns eine Strecke von ca. 80 Kilometern, die auf drei Schleifen aufgeteilt ist. Nach jeder Schleife erreicht man wieder die Schule. Innerhalb von 24 Stunden ist die Strecke zu absolvieren. Alles ist klar, der Startschuss ist nicht mehr weit.

24-Stunden-Wanderung – die erste Schleife

Es ist kurz nach 11 Uhr. Nach einem überdimensionalen Gruppenfoto – 155 TeilnehmerInnen sind angetreten – erfolgt der Startschrei. Die Masse setzt sich in Bewegung, es wird gelacht, es wird fotografiert und es wird verabschiedet. Magnus wünscht mir einen schönen Tag, er läuft mal vorne weg.

24-Stunden-Wanderung Moselsteig

24-Stunden-Wanderung MoselsteigDie ersten Kilometer wandern wir an der Mosel entlang, teils auf Fahrradwegen, auf welchen es zu interessanten Ausweichmanövern kommt. Nach den ersten flachen Kilometern habe ich meine 2-3 Anhaltspunkte in Form von Wanderern gefunden, die in etwa mein Tempo gehen und einige Meter vor mir spazieren. Als es dann aber an die erste Steigung geht, überhole ich unweigerlich meine Pacemaker. Ich könnte mich zwar an sie dranhängen, aber darum geht’s nicht. Das ist im Grunde das Wichtigste bei einer 24-Stunden-Wanderung: geh dein Tempo! Ich geh mein Tempo und halte mich gefühlt im vorderen Drittel auf.

24-Stunden-Wanderung MoselsteigBald erreiche ich die erste Verpflegungs- und Stempelstation. Bei den Stationen muss man seinen Namen preisgeben und es wird die Ankunft abgestempelt. Das dient einerseits für die Kontrolle der Begehung der gesamten Strecke und andererseits auch für die Veranstalter als Hinweis, sollte mal jemand zwischen den Stationen verloren gehen.
Eine Banane später mache ich mich wieder auf den Weg. Die Menschenschlange vor der Stempelstation ist währenddessen auf einige Kilometer angewachsen. Nein, so schlimm war’s dann auch wieder nicht.

24-Stunden-Wanderung MoselsteigAuf aussichtsreichen Güterwegen – jedoch noch immer asphaltiert – wandere ich nun gemeinsam mit Daniel. Er wird in dieser Geschichte noch des Öfteren auftauchen. Vor uns befinden sich Jessie und Lina, auch Katja und André sowie Joachim befinden sich in unmittelbarer Nähe. Nach der folgenden Versorgungsstation verlassen wir endlich den Asphalt, Joachim will jedoch anscheinend noch mehr Straße in sich aufnehmen, er wandert in die falsche Richtung. Es folgt ein körpereigener Urschrei, Joachim bemerkt seinen Fehler und kehrt zu uns zurück. Von nun an geht’s bergauf – die Topographie.

24-Stunden-Wanderung Moselsteig 24-Stunden-Wanderung Moselsteig 24-Stunden-Wanderung Moselsteig 24-Stunden-Wanderung MoselsteigWeingärten und Waldwege wechseln sich ab. Jetzt ist noch Zeit, Muße und Energie für „ich verlass den Weg und mach Fotos“-Späße. Nach dem Genuss eines Kastanienlikörs, folgt der Weg einer langgezogenen Forststraße, immer leicht bergauf führend. Hier lasse ich Daniel ziehen. Wo wir wieder beim eigenen Tempo wären. Die nächste Versorgungsstation hat neben RömerInnen aus Fleisch und Blut – keine Halluzination – auch Waffeln im Angebot. Na, aber Hallo! Mit einigen Süßigkeiten bewaffelnt setzen Daniel und ich unseren Marsch fort.

24-Stunden-Wanderung Moselsteig 24-Stunden-Wanderung Moselsteig 24-Stunden-Wanderung Moselsteig 24-Stunden-Wanderung Moselsteig 24-Stunden-Wanderung MoselsteigEs geht abwärts – die Topographie. Wir erreichen den kleinen Ort Osann, an welcher bald der Würstchen-Notstand ausgerufen wird. Ich knabbere Karotten und Gurken, doch jemand meint, dass die Würstchen bald nicht mehr sein werden. Jens bestätigte später diese These mit einem Tweet.

Wieder auf Asphaltwegen durchqueren Daniel und ich die nächste Ortschaft. Der Weg führt wieder leicht bergauf, die Beschilderungen sind perfekt angebracht. Ja, das gilt auch für beinahe die gesamte Strecke. Man weiß im Grunde immer wo man jetzt gehen muss. Nur auf der letzten Schleife war die Wegführung teilweise etwas unklar.
In einem laaaaaangen Rechtsbogen wandern wir auf Asphalt zur Paulskirche. Doch vom ersten Blickkontakt bis zum Erreichen der Kirche liegt mindestens ein Lichtjahr. So fühlt es sich ungefähr an, nach 30 Kilometern. So, normalerweise ist der Wandertag bald zu Ende. Doch er hat gerade erst begonnen.

24-Stunden-Wanderung Moselsteig 24-Stunden-Wanderung MoselsteigDie letzte Station vor der Schule macht uns das Weiterkommen auch nicht gerade leicht. Brownies, Kuchen, alkoholfreies Bier, Lagerfeuer und Liegestühle. Schon klar, ist das Kurgastzentrum, hier soll man sich wohlfühlen. Tun wir auch, aber noch ist nicht mal die Hälfte geschafft. Weiter geht’s mit unserer eigentlich stupiden Dauertätigkeit: einen Fuß vor den anderen setzen. Ach was, stupid – das fühlt sich ehrlich, friedlich und erfüllend an. Einfach gehen.

24-Stunden-Wanderung MoselsteigEs ist kurz nach 19 Uhr. Nach der ersten Schleife wartet Pasta auf uns, doch das Essen fällt gar nicht so leicht. Der große Hunger ist dank der Verpflegungsstationen nie aufgekommen, aber man darf sich nicht davon täuschen lassen. Man verbrennt auf einer solchen Tour unglaublich viele Kalorien, die muss man einfach wieder zuführen, auch wenn kein großer Hunger vorhanden ist.
Katja, André und Joachim sind mitterweile auch eingetroffen und gesellen sich zu uns. Und noch ein bekanntes Gesicht erreicht die Schule: Magnus. Doch er kommt gerade von der zweiten Runde und hat schon 60km in den Beinen. Der Tag ist für Katja und André gelaufen. Nach den 40km haben sie genug. Jörg ist mittlerweile auch eingetroffen, er wird weitermachen, braucht jetzt aber auch mal eine Pause. Ich habe aber noch nicht genug. Daniel ist mit von der Partie, auch Joachim lässt sich die zweite Schleife nicht entgehen.

24-Stunden-Wanderung – die zweite Schleife

Als Trio starten wir um ca. 20 Uhr mit der Mission „Schleife Zwei“. Hierfür überqueren wir die Mosel und wandern auf der Ostseite der Mosel Weinwege bergauf. Die Dämmerung bricht ein, es wird jedoch nur unwesentlich kühler. Wir unterhalten uns, schießen Fotos, bleiben auch mal stehen um zu schauen. Jeder spürt die Kilometer, doch ich für meinen Teil kann sagen, dass es ein positives Spüren ist. Ich merke, hier tut sich was, und das ist gut so.

24-Stunden-Wanderung Moselsteig 24-Stunden-Wanderung Moselsteig 24-Stunden-Wanderung Moselsteig 24-Stunden-Wanderung Moselsteig 24-Stunden-Wanderung MoselsteigAuf Höhe der Moselbrücke bei Wehlen steigen wir einen rutschigen, mit Stahlseil gesicherten Felssteig bergab. Die Dunkelheit hat uns erreicht. Unsere Lampen bleiben jedoch noch unangetastet. Meine Sinne verändern sich. Das Hören und Fühlen nimmt überhand, das Sehen beschränkt sich auf die wenigen Lichtquellen. Es hat leicht zu nieseln begonnen, wir gehen jedoch so schnell, dass aufkommende Feuchtstellen sofort von unserem Wanderwind getrocknet werden. 😉
Es ist kurz nach 22 Uhr. Wieder am anderen Moselufer werden wir am Feuerwehrhaus Wehlen von den freiwilligen Kameraden herzlich begrüßt. Sie reichen uns Kekse und Gemüsebrühe. Und ganz ehrlich: selten hat heißes Wasser mit Gemüsewürfel so gut geschmeckt. Man sieht uns die Kilometerleistung mittlerweile an – graziöses Gehen war gestern.

24-Stunden-Wanderung Moselsteig24-Stunden-Wanderung Moselsteig24-Stunden-Wanderung MoselsteigIm Schein der Straßenlaternen setzen wir unseren Weg durch Wehlen fort. Bald führen uns die Wegweiser jedoch wieder auf Waldwege. Und hier kommen nun unsere Lampen zum Einsatz, denn man sieht einfach gar nichts mehr. Ich traue mich fast zu sagen, dass es hier dunkler ist, als der Hintern eines schwarzen Stieres in einer mondlösen Prärienacht. Wir landen wieder an der Mosel, welche uns schnurstracks zur Schule führt. Unsere Gespräche sind mittlerweile eingeschlafen. Jeder ist im Moment mit sich selbst beschäfitgt, Floskeln oder sonstige Kommentare würden derzeit überflüssig sein.

24-Stunden-Wanderung MoselsteigEs ist ca. halb 1 in der Nacht. Wir erreichen die Schule und wer sitzt gemütlich in der Mensa? Magnus. Er kam schon vor Mitternacht von der dritten Schleife retour. Daniel, Joachim und ich schmeißen mal unsere Rucksäcke auf den Boden. Ich mache einen kurzen Abstecher in die Turnhalle. Hier sind schon Feldbetten und Turnmatten besetzt. Mein Ziel ist das Ausrüstungslager. Jetzt wird gnadenlos alles aus dem Rucksack geworfen, was meinen Rücken – den physikalischen Gesetzen geschuldet – in Richtung Erdboden drücken lässt. Sogar die Hardshell-Jacke bleibt zurück. Mit T-Shirt und Fleece am Körper sowie dem Regenponcho im Rucksack soll’s nun in die dritte Schleife gehen. Kälte? Pff!

Für Joachim ist nach der zweiten Schleife jedoch Schluss. Er lässt es gut sein. Daniel klagt über schmerzende Knie, doch mit Magnus klagt er beim Falschen. Mit einigen Wörtern sind die Knieschmerzen quasi wegmotiviert. Meine Beine sind zwar etwas müde, aber ich spüre keine Schmerzen – mein Motivationslevel ist nach Kuchen und Orangensaft wieder auf ein hohes Niveau gestiegen. Und wir machen es: Daniel und ich kehren der Schule unseren Rücken zu und schlendern in die Nacht hinaus.

24-Stunden-Wanderung – die dritte Schleife

Während in Bernkastel-Kues nächtliche Ruhe die Oberhand hat, streifen ein paar Irre durch die Pampa. Wir steigen einen wildromantischen Graben empor, neben uns ein leise rieselndes Bächlein. Wenn ich nicht schon 60km in den Beinen hätte, könnte ich den Aufstieg hier wahrlich genießen –  ein schöner Wanderweg. Doch was beim Fußball gilt, zählt auch für das Absolvieren einer 24-Stunden-Wanderung: besser unattraktiv gewonnen, als in Schönheit verloren – oder so.

24-Stunden-Wanderung Moselsteig 24-Stunden-Wanderung MoselsteigDie erste der beiden Versorgungsstationen auf der letzten Schleife kann nur mit Wasser dienen, Sprudelwasser. Was macht man aber damit? Die Kohlensäure bläht den Magen auf und kann man bei einer so langen Wandertour schon gar nicht brauchen. In diesem Fall sollte man bei zukünften Veranstaltungen auch stilles Mineralwasser bereit stellen (Wink mit dem Wanderstock). Irgendwie schlagen wir uns zum Feuerwehrhaus Longkamp durch. Nicht nur wir sind wach, auch die vielen freiwilligen HelferInnen von Feuerwehr und Rotem Kreuz sind aktiv und sorgen für beste Unterstützung. In der Fahrzeughalle der Feuerwehr warten Kuchen und Schokolade auf uns. Schokolade, SCHOKOLADE. Ich will’s nur nochmal betonen. Hab ich schon erwähnt, dass es an der letzten Station Schokolade gibt?

Dinge, die man nach 16 Stunden wandern nicht hören will: „Noch 12 Kilometer.“ Sapperlot, jetzt wird’s zäh. Daniel und ich reden kaum noch miteinander. Ab und zu findet ein „Hier weiter“ oder ein „Geht’s?“ den Weg aus unseren Mündern. Ich bin selbst schon sehr intensiv mit mir beschäftigt. Mir gehen Dinge durch den Kopf, unglaublich. Ein Mix aus Vergangenheit und Zukunft, Kopfkino ist voll angelaufen. Alles nur, damit die Zeit vergeht und ich das Gehen nicht mehr direkt wahrnehme.

Vögel machen sich bemerkbar. Langsam lassen wir die absolute Dunkelheit hinter uns, steigen wieder hinab Richtung Bernkastel. Vogelgezwitscher – reales, keine Tweets – begleiten unseren Abstieg, die Umgebung wird heller. Unsere Schritte werden kürzer, die Frequenz lässt nach. Einmal noch über die Brücke, dann links, dann rechts und wir sind da. Es ist 5:59 Uhr. Wir haben es geschafft.

24-Stunden-Wanderung Moselsteig

Wenn die Anspannung abfällt

Raus aus den Schuhen, zum Ausdampfen mal ins Eck stellen. Magnus und Elke sitzen in der Mensa und unterhalten sich. Eigentlich ist jetzt Frühstückszeit, und was ist passender für ein Frühstück als Nudeln? Eben.
Aber sobald man sich einmal niedersetzt, kommt man nicht mehr so dynamisch hoch. Und das Gehen, furchtbar. Wie wenn ich mir in die Hosen gemacht hätte. Wer weiß, vielleicht hab ich ja und spür es einfach nicht. Nein, doch nicht. Sind die überanstrengten Beine. Ich wackle zu meinen Sachen im Turnsaal, hole meine Duschsachen und gehe pinguingleich zu den Duschen. Es sind dies Duschen, bei welchen man immer wieder eine Taste reindrücken muss, weil nach 30 Sekunden der Wasserfluss stoppt. Nach ca. 50 Duschaktivierungen hat mein Körper genug heißes Wasser absorbiert. Fünf Minuten benötige ich zum Abtrocknen, nach weiteren fünf Minuten habe ich eine Leinenhose und ein neues T-Shirt übergezogen.
Zurück zum Turnsaal. Hier liegen Turnmatten bereit. Ich rolle meinen Hüttenschlafsack aus, winde mich irgendwie hinein und liege herum. In meiner nahen Umgebung liegen Karin und Jessie, sie blicken mich an, ich flüstere irgendwas entgegen, keine Ahnung mehr was. Irgendwie bin ich gar nicht müde und werfe noch einen letzten Blick auf twitter. Jens ist gerade auf der letzten Schleife unterwegs – nach einem letzten Motivationstweet lege ich das Handy zur Seite, mache die Augen zu und genieße.

Irgendwann nach 9 Uhr werde ich wach. Der Körper kann nach dieser langen Anstrengung noch nicht vollständig herunterfahren. Ich liege nun hier auf der Matte und wünsche mir einen Kaffee. Aber aufstehen? Muss nicht sein. Christina kann jedoch offensichtlich Gedanken lesen und fragt mich, ob sie mir einen Kaffee bringen soll. Ich glaube, sie sah das Leuchten in meinen Augen. Ja, Bitte! Ein wahrlich genussvoller Kaffee!

Restlicher Tag und Fazit

Der weitere Tag im Schnelldurchlauf: Verabschiedung aus Bernkastel-Kues und von den meisten BloggerInnen, Rückfahrt nach Koblenz. Karin organisierte für mich ein Bett für den Nachmittag und konnte dann auch noch mit ihrer Familie zu Abend essen. Was für eine wunderbare Geste. Die nachmittägliche Erholung hat sehr gut getan, mein Gehstil hat sich wieder normalisiert. Karin und ich trinken am Abend noch ein Bierchen vor meiner Abreise am Bahnhof Koblenz und ich stehe danach am Bahnsteig, wartend auf den Zug von Düsseldorf nach Wien.
Über dem Bahnhofsdach zeigt sich der Vollmond von seiner schönsten Seite und strahlt mir entgegen. Während ich der Lautsprecherdurchsage meines einfahrenden Zuges lausche, kommt helle Freude in mir hoch. Freude, dass es mir gut geht. Freude, dass ich bald wieder zuhause bin. Freude, dass ich hier war und viele wunderbare Menschen kennenlernen durfte. Freude verdoppelt sich, wenn man es teilt. Und ich danke allen TeilnehmerInnen an der 24-Stunden-Wanderung, dass ich diese Freude mit euch teilen durfte. Ich kam alleine her, doch fahre nicht alleine zurück. Danke!

24-Stunden-Wanderung Moselsteig

Danke!

Ich wurde von Gastlandschaften Rheinland-Pfalz, Mosellandtouristik und Ferienland Bernkastel-Kues zu dieser 24-Stunden-Wanderung eingeladen. Danke für die Unterstützung. Meine Meinungen sind von dessen unbeeinflusst. Allen weiteren Berichten kannst du in Social-Media-Kanälen mit #bloggerwandern, #24hmoselsteig und #rlperleben folgen.

Noch was zu den BloggerInnen: Ihr seid alle so sympathisch, es haben sich interessante Gespräche ergeben, ich habe mich sauwohl gefühlt. Es war wunderschön mit euch!

Berichte von anderen BloggerInnen zur eigentlichen 24-Stunden-Wanderung:

Offizielle Beiträge:

10 Kommentare zu “24-Stunden-Wanderung am Moselsteig – eine freudvolle Grenzerfahrung

  1. Pingback: So habe ich die 24-Stunden-Wanderung auf dem Moselsteig erlebt – Hiking Blog

  2. Hallo Martin,
    der Bericht ist wirklich toll geschrieben. Herzlichen Glückwunsch zu deiner Leistung, die gesamte Strecke zu bewältigen. Vielen lieben Dank für die Erinnerungen durch die eindrucksvollen Bilder.
    Liebe Grüße
    Sabine

  3. Lieber Martin,
    was für ein schöner Bericht!
    Ich habe ihn mit Freude gelesen und bin dankbar, dass ich dich kennenlernen durfte. Deine Fotos sind der Hammer!

    Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und hoffe, dass sich unsere Wege irgendwann mal wieder kreuzen werden.

    • Liebe Daniela,
      es war mir ebenfalls eine Freude, dich kennenzulernen. Und ich gehe schon stark aus, dass wir uns mal wiedersehen werden. 🙂
      Alles Liebe,
      Martin

  4. Hallo Martin

    dieser wunderschöne Bericht geht so zu Herzen 🙂
    Es war richtig schön zu lesen und die Fotos zu schauen.
    Was mich maßlos wundert ist, dass du trotz dieser elend langen Strecke tatsächlich noch solche Aufnahmen hinbekommen hast, vor allem den Lurchi

    Ich wünsche dir auf jeden Fall weiter eine tolle Zeitl, viele schöne Bücher und wer weiß, vielleicht sehen wir uns irgendwann einmal wieder.

    Liebe Grüße
    Elke

    • Liebe Elke. 🙂
      Ich danke dir recht herzlich, ich hoffe wir konnten dir alle einen schönen Geburtstag bescheren.
      Genau, mal sehen ob sich „unsere Wege“ wieder treffen.
      Martin

  5. Sehr toll geschrieben Martin, und herzlichen Glückwunsch zu der tollen Leistung. Hast mich animiert auch mal so eine 24 h Wanderung zu machen =)

    • Lieber Hendrik, danke für deine Worte. Das bedeutet mir sehr viel!
      Und ja, dem Reiz einer 24-Stunden-Wanderung kann man schon verfallen, freut mich dass ich dich hiermit animiert habe. 🙂
      Martin

  6. Hallo Martin, danke für die tollen Bilder, Deine Eindrücke und die Verlinkungen. Diese Grenzerfahrung spürt man richtig und die Fotos sind wirklich passend dazu. Hoffentlich hat dir unsere Gastlandschaft gefallen und kommst einmal zum „Genusswandern“ oder „Fernwandern“ wieder.
    Liebe Grüße, Karin
    (wanderreporter.de )

    • Danke Karin!
      Ich denke, dass ich zum Fernwandern wieder kommen werde. Mit Mosel- und Rheinsteig gibt es ja doch einiges zu entdecken (und noch viel mehr).
      Ich freue ich auf ein Wiedersehen,
      Martin

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