Wanderung zum Seebachsee im Nationalpark Hohe Tauern

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Inhalt
> Tourbeschreibung
> Kurzinfos
> Übersichtskarte und Höhenprofil
> Diashow-Video der Tour

Unterwegs zu einem kleinen Paradies im Nationalpark Hohe Tauern

Man muss einfach dort gewesen sein. Worte können das Ambiente rund um den Seebachsee im Obersulzbachtal kaum beschreiben. Hier bedarf es eines Lokalaugenscheins mit Chef-Beteiligung. Hans-Peter Gassner, der Mann für die Kulinarik im Umweltzeichen-Partnerhotel Gassner, tauscht Kochlöffel gegen Wanderschuh und führt eine kleine, aber feine Wandertruppe auf den genannten See im Nationalpark Hohe Tauern. Ich habe versucht nicht die kitschigsten Fotos für den Beitrag zu verwenden. War schwierig, ist mir nicht gelungen. Für diesen bildlastigen Bericht gilt: Bilder sagen mehr als tausend Worte. Und am Ende des Berichtes gibt’s noch ein Video mit musikalischer Untermalung. Jaja, bin schon ruhig.

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Der Wanderweg zum Seebachsee ist nicht nur ein Weg zum Hirn ausschalten, obwohl das ja durchaus Vorteile hat, sondern ist auch als Themenweg ausgeführt. Noch relativ neu sind die Informationstafeln vom Nationalpark ausgeführt, der Themenweg startet direkt an der Schotterstraße im Tal. Ab hier auf ca. 1.300 Höhenmetern beginnt auch der markierte Wanderweg zur Seebachalm. Die Themenwegtafeln informieren über die landschaftlichen Besonderheiten der Region, wie z.B. über den Großen Geiger, welcher meist den gesamten Aufstieg durch mit seinen 3.360 Metern in der Ferne gut sichtbar ist.

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Spätestens als sich die Sonne über dem Gebirgskamm zwischen Ober- und Untersulzbachtal erstmalig zeigt, bewähren sich die kurzen Wanderhosen. Ein lang anhaltendes Hoch beschert dem Oberpinzgau einen goldenen Wanderseptember. Hier glänzt also alles Gold, während zwei Täler ostwärts im Habachtal am Smaragdweg alles grün glänzt.
Grün glänzen jedoch im Sommer die saftigen Wiesen der Seebachalm. An die 700 Schafe verbringen hier mit den Seebach-Hirten den Sommer, bei unserer Ankunft Ende September befinden sich die Schafe jedoch schon wieder zur „Schafeschoad“ im Tal. Auch diese Bewirtschaftung ist Teil des Nationalparks Hohe Tauern. Am Weg zur Seebachalm betreten wir außerdem die Kernzone des Nationalparks. Von der Seebachalm ist die Anhöhe oberhalb des Seebachsees auf 2.083 Metern nur mehr einen gemütlichen Schäfchensprung entfernt.

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Apropos: Direkt am Ufer entdecke ich eine Feuerstelle mit unverbrannten Zigaretten-Stummeln. Leute, muss das sein? Nein, echt nicht! Da werd‘ ich zum Öko-Hulk.

Foto: Hotel Gassner/Hans-Peter Gassner
Foto: Hotel Gassner/Hans-Peter Gassner

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Wie ich es bei der Tour zum Müllachgaier am Tag davor schon erwähnt habe, ist die Mitnahme einer Wanderjause im Wanderhotel Gassner fast schon verpflichtend. Ich hab mich heut für ein belegtes Brot mit geruchsintensivem Bergkäse entschieden, in eine Serviette gepackt und im Rucksack verstaut. Den Geruch schleppe ich eine Woche später noch in Wien herum, auch während ich diese Zeilen schreibe.

Der Besuch des Seebachsees gestaltet sich somit zu einem Erlebnis für alle Sinne. Vor allem die Augen haben mit dem Stillgewässer ihre helle Freude. Man könnte sich hier ewig aufhalten, bestimmte Überlebensfaktoren sprechen aber etwas Gegenteiliges. So reißen wir wieder unsere imaginären Zelte nieder und machen uns auf den Rückweg, die ersten Meter auf schon bekannter Strecke. Bloß überqueren wir diesmal den Seebach nicht, sondern wandern einen alten markierten Jägersteig weiter. Dieser führt anfänglich noch dem rauschenden Seebach entlang, ehe wir uns etwas südwärts orientieren und bergab durch dichten Wald – die Kernzone verlassend – absteigen.

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Nach kurzer Rast an der Munau, einem sehr vielfältigen Lebensraum zwischen alten Bergmähdern und Feuchtwiesen, überqueren wir den Obersulzbach. So sexy sehen wir in unseren Wanderklamotten auch nicht wirklich aus, dennoch pfeifen uns die Murmeltiere hinterher. So nette Tiere, kaum zu glauben dass da jemand Salbe daraus machen würde.
Vorbei an der unbewirtschafteten Poschalm erreichen wir auf einer Schotterstraße den Almgasthof Berndlalm. Aufgrund ausgeprägter und fortschreitender Unterhopfung einiger Wandersmenschen, inklusive mir, platzieren wir unsere Hintern auf der Sonnenterrasse und teilen diesen Flecken Erde mit ein paar Haushühnern.

Foto: Hotel Gassner/Hans-Peter Gassner
Foto: Hotel Gassner/Hans-Peter Gassner

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Kurzinfos

Weglänge: 8,9km
Höhenmeter: 910m
Anfahrt: Mit dem Wanderbus vom Hotel Gassner von Neukirchen am Großvenediger zum Parkplatz Hopffeldboden (letzte Parkmöglichkeit)
Wanderkarte: freytag & berndt WK 121, BEV ÖK50 3225
Sonstige Informationen: Im Nationalpark Hohe Tauern gilt allgemeines Wegegebot, offenes Feuer und Campieren ist nicht erlaubt. Mehr auf hohetauern.at! Spezielle Führungen im Nationalpark werden von Nationalpark Rangern durchgeführt.
Weitere Wandervorschläge: Online bei Wildkogel Arena und Wanderhotel Gassner zu finden.
Bei dieser Wanderreise im Oberpinzgau waren mit dabei: Angelika von wiederunterwegs.com, Matthias und Barbara von traveltelling.net und Christina von cityseacountry.com haben die Region bei teils unterschiedlichen Aktivitäten kennengelernt.

Übersichtskarte und Höhenprofil

volle Distanz: 9.2 km
Gesamtanstieg: 911 m
Gesamtabstieg: -909 m

Diashow-Video der Tour

Hinweis: Die mehrtägige Reise erfolgte auf Einladung vom österreichischen Umweltzeichen und dem Ministerium für ein lebenswertes Österreich sowie dem Wanderhotel Gassner. Wer mich kennt, weiß, dass dieser Umstand nichts an meiner Kritikfähigkeit ändert.

2 Gedanken zu „Wanderung zum Seebachsee im Nationalpark Hohe Tauern

  1. Weiss man eigentlich, warum dem Pächter der Kürsinger Hütte gekündigt wurde? Wir waren da erst Ende August, und da war alles tadellos und sympathisch. lg

    1. Offiziell weiß ich keine genauen Gründe, selbst für die Einheimischen kam das alles sehr überraschend. Bin gespannt was da noch herauskommt, ob die Kündigungsanfechtung etwas bewirkt. Finde es nur bedenklich, dass es zwischen Sektionen und Pächtern oft ein ziemliches Spannungsverhältnis gibt. Frag mich da immer: Reden die nicht miteinander? Oder nicht g’scheit? Naja, wird jedenfalls spannend diesen Fall zu verfolgen.

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