Vier Tage ITB Berlin – Oder was ich stattdessen gemacht habe

1603-vier-tage-berlin> Tag 1: Nachtbusfahrt, BERLIN GEHT, Sightseeing und Jakobsweg-Revival
> Tag 2: ITB Berlin
> Tag 3 & 4: Unterwegs am Europäischen Fernwanderweg E11 und Rückfahrt
> Allgemeines zu Berlin + Infos aus erster Hand

Als im Herbst eine Mail im elektronischen Postfach landete, ich solle doch die nächste ITB im März 2016 besuchen, dachte ich mir: „Joah, warum denn nicht.“ Geschichte Ende. Aber nein, ein bisschen was gibt’s zu erzählen.
ITB steht für Internationale Tourismus-Börse und nicht für „International Tourist Irgendwas“, wie ich es Tage zuvor noch meinte. Der Plan sah eigentlich vor, drei Tage auf der weltgrößten Reisemesse herumzustreunen und sich wie ein richtiger Reiseblogger aufzuführen. Auch wenn ich eigentlich im Grunde genommen keiner bin. Das wurde mir auf der ITB klar und das ist auch für meine GEHdankenwelt gut so.

Tag 1: Nachtbusfahrt, BERLIN GEHT, Sightseeing und Jakobsweg-Revival

21:15 Uhr, Abfahrt Nachtbus von Wien Erdberg nach Berlin ZOB (Zentraler Ombibusbahnhof). Geistige Anmerkung: Warum eigentlich Bahnhof und nicht Bushof?
Ich gehöre zu den glücklichen Menschen mit freiem Sitzplatz neben sich im Bus. Das Licht wird sogleich gedimmt und ich versuche schon anfänglich leicht zu dösen bzw. zu rasten, denn ich fürchte den Stop um drei Uhr früh in Dresden. Dann hat sich der Luxus der zwei Sitzplätze wohl erledigt. Vorher noch: Berieselung über Kopfhöhrer mit FM4. Anlässlich des Weltfrauentages entwickelt sich am Abend eine spannende Diskussion im Studio, die will ich nicht verpassen. Und danach kommt High Spirits mit den Groove-Sounds. So, genug Werbung für meinen Lieblingssender gemacht.

Kleinhaugsdorf liegt hinter uns und ohne Grenzkontrolle fahren wir in Tschechien ein. Direkt nach der Grenze: Sodom und Gomorra. Casino, Nightclub, Casino, Nightclub und noch viel mehr Casinos und Nightclubs, mit verrückt blinkenden Lichtern und (stundenaktueller?) Anzeige der verfügbaren Mädchen in einem Freudenhaus. Die Nachfrage gleich nach der österreichischen Grenze nach Vergnügungen scheint groß zu sein. Ein paar Kilometer im Landesinneren hat sich der Spuk auch schon wieder gelegt, genauso wie es um den Empfang von FM4 geschehen ist. Nach kurzer Sendersuche, vielleicht gibt’s ja ein tschechisches Pendant, und erfolgloser Stimmungsmache von Jennifer Lopez stelle ich den Lautsprecher kalt und mache mich schlaffertig, oder wie man das auch nennen kann. Dresden wird nun tatsächlich zum Knackpunkt, der Bus ist danach knackevoll und meine Fötushaltung auf zwei Sitzen weicht einem halbtrunkenen Schlaf in Sitzposition. Und irgendwann komme ich dann gegen 6 Uhr früh in Berlin ZOB an.

Zu allererst: BERLIN GEHT

Was tun zu dieser frühen Tageszeit? Einen Track aus dem Buch BERLIN GEHT abwandern. Unweit des ZOB verläut der Track „Graue Eminenz“ und dieser GEHnialen Tour folge ich vom Theodor-Heuss-Platz im Uhrzeigersinn rund um das Messegelände wieder retour zum verkehrsbelebten Platz. Der außergewöhnlichste Moment dieser Tour: Eine Amsel hat eine tote, am Boden liegende Blaumeise geschnappt und flog damit weg. Wildnis pur!
Perfekt dokumentiert, interessante Geschichten und Hintergrundinfos sowie knallehrliche Erzählungen zeichnen das Stadtgehbuch BERLIN GEHT aus. Wer Berlin von seiner echten Seite kennenlernen möchte, kommt um das Buch von Melanie Knies und WildUrb nicht herum.

Wer braucht schon Wikipedia, wenn man am 15m hohen Blauen Obelisk auch die Geschichte Charlottenburgs und Berlins nachlesen kann.
Wer braucht schon Wikipedia, wenn man am 15m hohen Blauen Obelisk am Theodor-Heuss-Platz auch die Geschichte Charlottenburgs und Berlins nachlesen kann.
Die "Ewige Flamme" brennt seit 1955.
Die „Ewige Flamme“ brennt seit 1955.
Kleines Vodkafrühstück am Theodor-Heuss-Platz gefällig?
Kleines Vodkafrühstück am Theodor-Heuss-Platz gefällig?
Die Ruhe vor dem Sturm am Haupteingang zur ITB Berlin.
Die Ruhe vor dem Sturm am Haupteingang zur ITB Berlin.
Hier windet sich der Berliner Messeturm in den Himmel.
Hier windet sich der Berliner Messeturm in den Himmel.
Was es damit auf sich hat, also mit der Kasse und dem Gebäude im Hintergrund, sollte sich mit BERLIN GEHT weiterbilden.
Was es damit auf sich hat, also mit der Kasse und dem Gebäude im Hintergrund, sollte sich mit BERLIN GEHT weiterbilden.
Bringt Farbe, Freude und wohlige Wärme in die Umgebung. Und darüber geht gerade die Sonne auf.
Bringt Farbe, Freude und wohlige Wärme in die Umgebung. Und darüber geht gerade die Sonne auf.
Der frostige Morgen hinterlässt seine Spuren.
Der frostige Morgen hinterlässt seine Spuren.
Wer Berlin wirklich kennenlernen will, und nicht nur Bären-Postkarten verschicken und Currywurst vom mobilen Wurstgriller verschlingen möchte, sei das Buch BERLIN GEHT wärmstens, allerwärmstens empfohlen.
Wer Berlin wirklich kennenlernen will, und nicht nur Bären-Postkarten verschicken und Currywurst vom mobilen Wurstgriller verschlingen möchte, sei das Buch BERLIN GEHT wärmstens, allerwärmstens empfohlen.

Dann: Durch Charlottenburg an der Spree in die Innenstadt

Noch immer früher Vormittag. Die ITB hätte zwar schon ihre Pforten geöffnet, aber für heute habe ich die Reisemesse nicht am Radar. So schlendere ich ein wenig durch den Stadtteil Charlottenburg, entlang der Spree und lande zur Mittagszeit am Berliner Dom. Während langsam aber doch ein leiser Hauch von Müdigkeit aufsteigt, platziere ich mich lustvoll in den Lustgarten, lasse mich von Gitarrenklängen berieseln und döse ein wenig in der Wintersonne vor mich hin.
An der Spree mache ich mich nützlich und entferne NPD-Sticker mit der Aufschrift „Das Boot ist voll“ von Laternenmasten. Sieben solcher Braunergüsse habe ich ein Problem der städtischen Müllabfuhr werden lassen.
Wenn mich wer fragen würde, welches Konstrukt denn typisch für Berlin sei, ich müsste antworten: „Ein Kran.“ Kaum ein Blick in irgendeine Himmelsrichtung fällt ohne dieses Bauwerk aus.

Nett, netter, Berlin.
Nett, netter, Berlin.
Frühmorgentliche Stimmung am Friedhof.
Frühmorgentliche Stimmung am Luisenfriedhof.
Wenn schon einen Brand melden, dann wenigstens mit Stil.
Wenn schon einen Brand melden, dann wenigstens mit Stil.
Schloss Charlottenburg mit dem für Berlin typischen Bauwerk: einem Kran.
Schloss Charlottenburg mit dem für Berlin typischen Bauwerk: einem Kran.
"Dickes B, home an der Spree, im Sommer tust du gut und im Winter tut's weh." (c): Seeed - Dickes B
„Dickes B, home an der Spree, im Sommer tust du gut und im Winter tut’s weh.“ (c): Seeed – Dickes B
Drei Schwäne fetzen durch das Bild hindurch.
Drei Schwäne fetzen durch das Bild.
No comment.
No comment.
Das ist doch alles nur Fassade!
Das ist doch alles nur Fassade!
Als "schönster Platz" Berlins gilt der Gendarmenmarkt. Natürlich inklusive Kran.
Als „schönster Platz“ Berlins gilt der Gendarmenmarkt. Natürlich inklusive Kran.
Earth without art is just eh.
Earth without art is just eh.
"Ey du, wat soll'n wir denn als nächstes bauen?" - "N'Schloss?"
„Ey du, wat soll’n wir denn als nächstes bauen?“ – „N’Schloss?“
Vollblut-Tourist vor dem Berliner Dom mit Lust auf Garten.
Vollblut-Tourist vor dem Berliner Dom mit Lust auf Garten.
Da war jemand zu lang in der Sonne.
Da war jemand zu lang in der Sonne.
Mit den besten Songs von Eddie Vedder, Beatles, Rolling Stones und Bob Dylan. Ich habe mich verliebt.
Mit den besten Songs von Eddie Vedder, Beatles, Rolling Stones und Bob Dylan. Ich habe mich verliebt.

Später: Altes Museum, Unter den Linden, Denkmäler

Irgendwann überkommt mich der Hunger, Lichtnahrung über Sonnenschein funktioniert bei mir noch nicht wirklich sättigend. Gleich hinter dem Berliner Dom befindet sich am Spreeufer das Lokal wrap me. Ich hab mich von ihnen einwickeln lassen und mir einen wirklich guten Wrap inklusive Salat und Elektrolyt-Getränk gegönnt. Lang halte ich es im Lokal aus, vor allem weil die musikalische Berieselung wie eine CD mit meinen Best-of-Liedern klingt.

Ich wäre ein verdammt schlechter Food-Blogger. Fast schon aufgemampft.
Ich wäre ein verdammt schlechter Food-Blogger. Fast schon aufgemampft bevor das Foto kommt.

Danach: Wieder Lustgarten. Aber nicht um dem vollen Bauch Tribut zu zollen, sondern um mich im Alten Museum einzuchecken. Mein Rucksack wird an der Garberobe mit den Worten „Normalerweise geht das nicht“ angenommen und ich spaziere die nächste Stunde durch die altertümliche Ausstellung zu Griechen, Römern und Etruskern mit einer Sonderausstellung zum Trojanischen Pferd.

Wer im Alten Museum was stiehlt, ergeht es wie der Frau im Thron.
Wer im Alten Museum stiehlt, ergeht es wie der Frau im Thron.
Einmal den Blick nach oben richten.
Einmal den Blick nach oben richten.
Die alten Etrusker waren absolut heiß auf ihre Ascheschalen.
Die alten Etrusker waren absolut heiß auf ihre Ascheschalen.
Baumelt einfach so in der Luft.
Baumelt einfach so in der Luft.

Nach den vielen kopflosen, handlosen und beinlosen Skulpturen, das Alte Museum ist einen Besuch absolut wert, spaziere ich „Unter den Linden“ in Richtung Brandenburger Tor. Dabei komme ich an der „Neuen Wache“ und an einem Flohmarkt vorbei.

Als zentrale Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft fungiert die "Neue Wache".
Als zentrale Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft fungiert die „Neue Wache“.
Fast hätte ich mir das Buch über den Stephansdom in Berlin gekauft.
Fast hätte ich mir das Buch über den Stephansdom in Berlin gekauft.
Noch frechere Chansons? Also die Berliner haben echt keinen Anstand mehr.
Noch frechere Chansons? Also die Berliner haben echt keinen Anstand mehr.
Weil es sich einfach für einen Berlin-Aufenthalt gehört.
Weil es sich einfach für einen Berlin-Aufenthalt gehört.

Am Brandenburger Tor stand ich schon einmal vor fünf Jahren, an der Touristenattraktion hat sich nichts geändert. Doch im Gegensatz zu früher sind eindeutig mehr Selfie-Sticks unterwegs, sollte ich jemals in den Besitz eines solchen Teiles kommen, bitte watscht mich ab.
Ein Dudelsackspieler performt klassische, deutsche Schottenlieder, ein ganz in weiß gekleideter älterer Herr joggt mit Ghettoblaster um die Hüfte geschnallt, wie ein Duracellhäschen rund um den Pariser Platz und hat die Lacher und Schnappschüsse auf seiner Seite.

Zweispurig...
Zweispurig…
...und einspurig.
…und einspurig.
Die frechen Biester zogen mir fast mein Croissant aus der Nase.
Die frechen Biester zogen mir fast mein Croissant aus der Nase.

Langsam neigt sich der sonnige Tag dem Ende entgegen, die Sonnenstrahlen verstecken sich schon teilweise hinter den Häuserfronten. Weiter spaziere ich zum bekannten Denkmal der ermordeten Juden Europas und zum Checkpoint Charlie, an deren U-Bahn-Station ich die Sightseeing-Tour beende und mich auf den Weg zu meiner Jakobsweg-Herberge mache.

Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas wird gerne für komische Fotos herangezogen...heute nicht.
Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas wird gerne für komische Fotos herangezogen…heute nicht.
Damit das Match nicht unterbrochen werden muss.
Damit das Spiel nicht unterbrochen werden muss.
BERLIN GEHT GASSI - kommt am 8. April 2016 in die Buchhandlungen.
BERLIN GEHT GASSI – ab 8. April 2016 erhältlich.
Wie anno dazumals.
Wie anno dazumals.
Neuseeland wär für mich ein heißer Tipp. Die Antipodenkarte lässt darauf schließen.
Neuseeland wär für mich ein heißer Tipp. Die Antipodenkarte lässt darauf schließen.

Noch später: Buchhandlungen und Jakobsweg-Wiedersehen

Aber bevor ich mich auf den Weg zu Pia mache, eifrige gehlebt-LeserInnen kennen sie aus den Jakobsweg-Berichten, platze ich noch in zwei Buchhandlungen rein. In der Buchhandlung Langer Blomqvist lande ich eher zufällig, doch hier könnte ich mich eingraben. Taschenbücher, Bildbände, Sachbücher, Krimis – zum halben Preis oder zumindest vergünstigt, Mängelexemplare also. Ohne ein Souvenir für mich selbst konnte ich den Laden einfach nicht verlassen.

Ich könnt' mich hier einquartieren.
Ich könnt‘ mich hier einquartieren.
Wie oft muss ich für das Gratisexemplar wohl noch nach Berlin kommen?
Wie oft muss ich für das Gratisexemplar wohl noch nach Berlin kommen?

Absichtlich jedoch treibt mich der Entdeckerdrang in die Reisebuchhandlung Schropp. Einer Spionagetätigkeit für die Reisebuchhandlung freytag & berndt in Wien ist mein Besuch nicht geschuldet, dennoch interessiert es mich, was denn hier in Berlin an Reiseliteratur und -karten zu finden ist. Ich staune nicht schlecht über die Auswahl in der schönen Buchhandlung.

Wo die Welt eine Kugel ist: Reisebuchhandlung Schropp.
Wo die Welt eine Kugel ist: Reisebuchhandlung Schropp.

Die erste Nacht bin ich, wie schon erwähnt, bei Pia einquartiert. Wir schwelgen in Erinnerung an den Camino vor sechs Jahren, bei welchem wir uns am Beginn der Wanderung kennengelernt haben und gemeinsam in Santiago eingelaufen sind. Hach, so lange ist das schon her. Und damit die Berlinerin Berlin gehend erkunden kann, habe ich ihr BERLIN GEHT überlassen. 🙂

Tag 2: ITB Berlin

Doch ich Schussel verabsäumte es mich um Nächtigungsmöglichkeiten für die restlichen Tage zu kümmern. Einige Wochen davor kündigte ich meinen Besuch bei Pia an, doch meldete ich mich dann nicht mehr bei ihr. Als ich kurz vor meiner Abreise endlich zusagte, war nur mehr am ersten Tag eine Nächtigung möglich. So zieht es mich danach in ein günstiges Hostel in zu Fuß erreichbare Nähe, das JETpak flashpacker dient die nächsten zwei Nächte als meine Schlaf- und Duschstätte.
Und dann: ITB. Was soll ich nun großartig dazu sagen. Ich war dort, ich habe mit einigen interessanten Destinationen mehr oder weniger ungeplante Gespräche geführt, ein paar wenige Trips fixiert und mich kulinarisch durch die Welt gekostet. Also war es eigentlich ein Erfolg für mich. Stimmt auch, denn mir wurde klar, dass ich absolut nicht der klassische Reiseblogger bin, wie es viele andere sind. Noch im Vorfeld dachte ich, dass ich mehr in Richtung Reiseblog arbeiten sollte, mich etwas mehr mit Tourismusverbänden und bezahlten Reisen beschäftigen sollte. Doch nach dem Besuch des einen Tages auf der ITB wurde mir klar, dass ich persönlich nur bedingt dafür geschaffen bin. Ich denke, dass ich mit der Spezialisierung auf Weitwandern und Wandern genau richtig liege und ich muss mich nicht verbiegen, nur weil ich glaube, dass es vielleicht für die „Außenwelt“ besser wäre. Ich bleibe bei dem was ich gerne mache: gehen.
Und ja, ich habe von der ITB selbst kein einziges Foto geschossen. Außerdem ist die ITB wohl der einzige Ort auf der Welt, an welcher Kollisionen mit Aktenkoffertrolleys im Sekundentakt passieren.

Ziemlich viele Transporter beamen Reisemenschen zur ITB in ein anderes Sternensystem.
Ziemlich viele Transporter beamen Reisemenschen zur ITB in ein anderes Sternensystem.

Tag 3 & 4: Unterwegs am Europäischen Fernwanderweg E11 und Rückfahrt

Drauf ge…pfiffen, auf die ITB. So mein Gedanke am Vorabend, und so passierte es auch, dass ich die restlichen zwei Tage in Berlin am Europäischen Fernwanderweg E11 unterwegs war, von welchem ich schon ausführlich berichtet habe. Lasst euch also die Wanderung an der Havel, auf den Teufelsberg, an der Spree und durch die Berliner Geschichte nicht entgehen.

Freude, Freude, Freude. Die erste von sage und schreibe drei (!) E11- Markierungen.
Freude, Freude, Freude. Die erste von sage und schreibe drei (!) E11- Markierungen.
Am Weg zum Zentralen Omnibusbahnhof und ergo in Richtung Heimat.
Am Weg zum Zentralen Omnibusbahnhof und ergo in Richtung Heimat.

Ach ja, nach den zwei Tagen am E11 war es das auch schon wieder mit meinem Berlinaufenthalt. Der Bus in die Heimat schrie nach mir und ich folgte seinem Ruf. Baba Berlin, ick liebe dir und komme wieder. Der E11 geht nämlich noch weiter in den Osten…

Allgemeines zu Berlin + Infos aus erster Hand

Mit der Nachtverbindung von flixbus war ich jeweils bei Hin- und Rückfahrt zwischen Wien und Berlin unterwegs und ich war vollstens damit zufrieden. Würde ich bei der nächsten Reise wieder so wählen.
Berlin ist im Lebensmitteleinzelhandel etwas günstiger als zum Beispiel Wien. Ein Einkauf beim Bäcker fällt ca. 20 % günstiger aus als in der Donaumetropole.
Wer Berlin mit den Öffis erfahren will, muss die drei Zonen A, B und C beachten. Zone A befindet sich im Inneren des S-Bahn-Ringes, Zone C schon außerhalb der Stadtgrenze. Da ich selbst im Vorfeld keinen wirklichen Plan über meine Tätigkeiten und ergo über die Notwendigkeiten von Öffi-Fahrten hatte, holte ich mir an den Automaten stets Einzelfahrkarten für heiße € 2,70. Vielleicht wäre eine Mehrtageskarte sinnvoller gewesen. Die Karten müssen vor der Fahrt immer entwertet werden.
Meist sind auf den Bahnsteigen kleine Kioske zu finden, an welchen Snacks zu erwerben sind. Nur nicht am Samstag Vormittag, wenn man sich darauf verlässt und dann hungrig die Wanderung beginnt.
Berlin zu Fuß entdecken hat was, doch die Stadt ist mit ihren 3,5 Millionen EinwohnerInnen ja doch relativ groß. Daher gibt es viele Standorte um sich ein Rad auszuleihen und Berlin fahrend zu erkunden.
Seeed haben es mit „[…] im Winter tut’s weh“ prophezeit, der erste Tag war zwar sonnig und somit ansprechend, doch die restlichen Tage verliefen grau in grau und es fehlte einfach ein wenig Grün zu dieser Jahreszeit. Vor einigen Jahren war ich Ende April in Berlin, das sah dann schon ganz anders aus.
Jedenfalls: Viel Spaß bei deinem Besuch in Berlin. Mein nächster folgt bestimmt.

Du warst schon mal in Berlin? Warst auf der ITB oder hast ein Vodkafrühstück am Theodor-Heuss-Platz genießen dürfen? Dann schreib mir doch einfach in den Kommentaren darüber!

 

2 Gedanken zu „Vier Tage ITB Berlin – Oder was ich stattdessen gemacht habe

  1. Wow, was für ein toller Bericht über deinen Berlin-Aufenthalt! Ich mag deinen Schreibstil und deine lustigen Anekdoten und Anmerkungen!
    Bei dem Bericht bekam ich wieder voll Lust, nach Berlin zu fahren! Ich war letztes Jahr zum ersten Mal in Berlin. Beim Flohmarkt unter den Linden und bei dem Juden-Denkmal bin ich auch vorbeigekommen! An einem Tag bin ich auch ungefähr 7 Stunden zu Fuß unterwegs gewesen, so lernt man eine Stadt sicher am besten kennen. Berlin ist aber so groß, ich glaube, da wird ein Aufenthalt von ein paar Tagen niemals ausreichen!
    Liebe Grüße und bleib so, wie du dich wohlfühlst!
    Jasmin

    1. Hallo Jasmin!
      Danke für dein Kommentar und danke für dein fast überschwängliches Lob, freut mich sehr. 😀
      Berlin muss man einfach mehrmals gesehen haben, daher ist der nächste Trip schon wieder in Planung.
      Danke dir und liebe Grüße, Martin

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