Vom „Daham“ zum „Dahoam“ – Zehn Tage oder 200 Kilometer von Ost nach West

Hast du schon mal eine Weitwandertour direkt von der HaustĂŒre aus gestartet? Nein? Mach das doch mal – und lese nach dem Absatz weiter. 😉
Ja? Hast du dann am Ende der Weitwandertour eine vertraute HaustĂŒre erreicht, die nichts mit der Anfangs-HaustĂŒre zu tun hatte? Nein?
Wir haben. Und zwar von Alinas mĂŒtterlichem „Daham“ im niederösterreichischen Steinfeld zu meinem vĂ€terlichen „Dahoam“ im oberösterreichischen Zentralraum. Zwischen diesen wohligen PlĂ€tzen liegen 200 Kilometer Wanderwege, die sich ĂŒber unsere Begehung gefreut haben. Damit uns dabei nicht fad wurde, war die Vierbeinerin Pirie auch auf dieser 10-tĂ€gigen Wandertour mit von der Partie.

Tag 1: Drei Viecher rennen frei um – vom „Daham“ nach Puchberg/Schneeberg
Tag 2: Zwischen Eiskalt und Bacherl(woarm)wirt – von Puchberg/Schneeberg nach Schwarzau im Gebirge
Tag 3: Vertraue keinem gebackenem Champion – von Schwarzau/Gebirge nach Mariazell
Tag 4: Können wir nicht einfach hier bleiben? – Ruhetag in Mariazell
Tag 5: Und wenn i obn bleib, oba auffi muas i – von Mariazell zum Ötscherschutzhaus
Tag 6: Wir lassen uns nicht Lunzen – vom Ötscherschutzhaus nach Lunz/See
Tag 7: Eiserne GefĂ€hrten – von Lunz/See nach Waidhofen/Ybbs
Tag 8: Many Most – von Waidhofen/Ybbs nach Maria Neustift
Tag 9: Steyrermen san very good – von Maria Neustift nach Steyr
Tag 10: Wenn du heim kommst und keiner daheim ist – von Steyr zum „Dahoam“

Tag 1: Drei Viecher rennen frei um

Die RucksĂ€cke sind gepackt, das FrĂŒhstĂŒck von Alinas Mama liegt in unseren MĂ€gen, die Waldviertler werden geschnĂŒrt. Ich bin topmotiviert, Alina ist topmotiviert und Pirie kann sowieso nicht aus. Es kann uns nichts aufhalten, schon gar nicht die kĂŒhle Brise an diesem Mai-Tag außerhalb der wohlig warmen vier WĂ€nde. Brrr.

Wir sind heiß auf die Wandertour, auch wenn die nahenden Eisheiligen das natĂŒrlich anders sehen.
Wir sind heiß auf die Wandertour, auch wenn die nahenden Eisheiligen das natĂŒrlich anders sehen.

Wir verlassen den Ortsteil Neusiedl/Steinfeld und erreichen ĂŒber eine asphaltierte Bauern-Autobahn den Ortsteil Gerasdorf, welcher manch jungen, mĂ€nnlichen MitbĂŒrgerInnen dank der “Einkehrmöglichkeit” bekannt sein könnte. Dank einer Nebenstraße werden wir nicht gezwungen an der Autostraße nach WĂŒrflach zu wandern. Im Ort mit dem Terrassenbad stoßen wir auf den burgenlĂ€ndischen Mariazellerweg, welcher unser Wegbegleiter bis nach Mariazell sein wird.

Am Eingang zur Johannesbachklamm erhalten wir Besuch von Alinas Mama und ihrer SchĂ€ferhundin. Gemeinsam durchschreiten wir die wildromantische Johannesbachklamm, welche schon 1902 begehbar gemacht wurde. Der Steig ist seitdem aber erneuert worden. 😉

"Habt's eh alles?" - Wie Mamas halt so sind.
„Habts eh alles?“ – Wie Mamas halt so sind.
Die kurzweilige Johannesbachklamm ist fĂŒr uns keine Unbekannte mehr.
Die kurzweilige Johannesbachklamm ist fĂŒr uns keine Unbekannte mehr.

Nach der Johannesbachklamm wandern wir die Schotter- und Asphaltstraße entlang, mĂŒssen jedoch bald höllisch aufpassen, denn “Koarl’s Viech renn’d frei um”.

Koarls Viech ziegt also um die HĂ€user.
Koarls Viech ziegt also um die HĂ€user.

Wir wandern neben der Autostraße entlang bis zur kleinen Ansiedlung Rosental, an welcher wir der guten Markierung des burgenlĂ€ndischen Mariazellerweges ins Hornungtal folgen. Nach einem Bauernhof geht’s nun bergauf durch ein WaldstĂŒck, wandern an Wiesen entlang zur B26, begehen die stark befahrene Straße nur wenige Meter und biegen wieder auf einen GĂŒterweg ab.

So stark war der Wind.
So stark ist der Wind.

Es wechseln sich nun GĂŒterwege, Wiesenpfade und Forststraßen ab, ehe wir relativ schnell im Tourismus-Ort Puchberg/Schneeberg landen. Unsere heutige Unterkunft, der Gasthof Schwarzer Adler, bietet am Ruhetag zwar eine NĂ€chtigung an, jedoch keine Verpflegung. Diese holen wir uns in einem anderen Gasthaus in Puchberg, Möglichkeiten zur Verköstigung gibt es hier genug. Auch ausgelöste BackhĂŒhner findet man in Puchberg, die manche dem problematischen Umgang mit Messer und Gabel in die Schuhe schieben.

Ein ausgelöstes Backhuhn war mir bislang unbekannt, fast aufgelöst reagiere ich auf diese Tafel.
Ein ausgelöstes Backhuhn war mir bislang unbekannt, fast aufgelöst reagiere ich auf diese Tafel.

Wir verabschieden uns von der SchĂ€ferhĂŒndin und von Alinas Mama, sie treten die Heimreise mit der Bahn an. Am Schwarzen Adler angekommen klebt fĂŒr uns eine Nachricht an der EingangstĂŒr. Ein Anruf spĂ€ter öffnet uns der Wirt die TĂŒr und fĂŒhrt uns durch das dunkle Speisezimmer in den ersten Stock zu unserem Zimmer fĂŒr diese Nacht. Wir drehen noch eine kleine Runde im Ort, besichtigen die Ortskirche und die Ruine Puchberg. Bald landen wir jedoch wieder in unserem beheizten Zimmer und lassen den ruhigen Abend bei einem GlĂ€schen Rotwein in trauter Dreisamkeit ausklingen.

StreckenlÀnge: 18,1km
Höhenmeter: 650m
Unterkunft: Gasthof Schwarzer Adler: 30,5 € p.P. mit FrĂŒhstĂŒck, +5 € fĂŒr Hund
Besonderheiten am Weg: Johannesbachklamm, Koarl’s Viech, Ortskern Puchberg

Tag 2: Zwischen Eiskalt und Bacherl(woarm)wirt

Die Nacht ist sehr geruhsam, so geruhsam, dass wir beinahe das schon vorbereitete FrĂŒhstĂŒck verpassen. Aber gerade noch mal gut gegangen, der Tee ist noch warm und kalter Kaffee macht ja bekanntlich schön.

Ob aus der Band noch was wird?
Ob aus der Band noch was wird?

Auch wenn dies nicht unsere erste Weitwandertour ist, stellt man meist nach der ersten Nacht fest, dass man den Rucksack irgendwie anders packen könnte.  SpĂ€testens nach dem zweiten „Jo, Kruzi“ schafft man Ordnung im Rucksack. Man lernt immer wieder dazu.

Am Sebastianwasserfall wird der Rucksack mal abgelegt.
Am Sebastianwasserfall wird der Rucksack mal abgelegt.

Next stop: Wasserfallwirt. Wir haben nun kurz den Mariazellerweg verlassen um einer Kuhweide auszuweichen. Nachdem wir den “Prater” hinter uns gelassen haben, erreichen wir den noch geschlossenen Wasserfallwirt. Warum das Gasthaus so heißt, hört man bereits. Nur wenige Gehminuten vom Haus entfernt rauscht der Sebastianwasserfall, bei welchem besonders nach der Schneeschmelze erfrischendes Wasser den Gesetzen der Schwerkraft folgt. Nicht nur Wasserratten, auch Kletterafferl fĂŒhlen sich am Sebastianwasserfall wohl.
Es ist mittlerweile fĂŒr SauwetterverhĂ€ltnisse relativ warm geworden und die Jacke kann endlich im Rucksack verschwinden. Vorerst.

Ein steiler blau markierter Waldsteig fĂŒhrt uns auf eine Forststraße und wieder auf den Mariazellerweg. Je höher wir steigen, desto eher vermissen wir die Jacken, welche in unseren RucksĂ€cken auf ihren Einsatz warten. Kurz nachdem wir an der Mamauwiese eine kleine StĂ€rkung zu uns genommen haben, setzt eiskalter Wind und Schneefall ein. Nicht nur die Jacke wird wieder aus dem Tiefschlaf geholt, Haube und Handschuhe kommen nun ebenfalls zum Handkuss.

Mit Winter-Adjustierung geht es in Richtung Voistal.
Mit Winter-Adjustierung geht es in Richtung Voistal.

Der Römerweg fĂŒhrt uns ĂŒber eine Kuhwiese und leicht ansteigend in ein WaldstĂŒck. Der höchste Punkt der heutigen Etappe mit 956m ist bald erreicht, von nun an geht’s auf Waldwegen und Forststraßen bergab in das Voistal. Die folgenden vier Wanderkilometer schlendern wir entlang der Landstraße, welche zwar nicht stark befahren ist, aber viele Kurven aufweist und nicht gut einsehbar ist. Nach der kleinen Ortschaft Vois wird die Straße links liegen gelassen, eine letzte Steigung fĂŒhrt uns in den Wald. Der Schneefall ist mittlerweile von sanften Sonnenstrahlen verdrĂ€ngt worden. Es gibt unsympathischere Situationen. Wir treffen auf die Bundesstraße B27 – Motorrad-Raser kennen sie als die „geile Streckn durchs Höllental“ -, ĂŒberqueren diese und können ĂŒber eine HolzbrĂŒcke den Schwarza-Fluss ĂŒberschreiten. Am Traktorweg neben dem Fluss treffen wir wieder auf eine Straße, an welcher wir links unser heutiges Ziel erreichen, den Bacherlwirt.

Wieder etwas lockerer bekleidet ĂŒberqueren wir die Schwarzach bei Schwarzau im Gebirge.
Wieder etwas lockerer bekleidet ĂŒberqueren wir die Schwarza bei Schwarzau im Gebirge.
Zu Halloween gibt's hier nur Saures.
Zu Halloween gibt’s hier nur Saures.

Mit einer ErzĂ€hlung ĂŒber die Erlebnisse im Bacherlwirt könnte ich eigentlich ein eigenes Kapitel verfassen. Bei unserer Ankunft hĂ€ngen die beiden Wirtsleut auf ihren Sesseln in der KĂŒche. Sie muten an, als hĂ€tte die beiden schon das Zeitliche gesegnet. Doch sie haben nur geschlafen und fallen fast von den Sesseln, als wir uns bemerkbar machen.
Die Frage nach einem Klo erĂŒbrigt sich, man folge einfach dem Geruch. Unser Zimmer befindet sich im zweiten Stock, doch selbst das vorher genannte ToilettenstĂŒbchen riecht man bis rauf. Ich schmeiße mich probehalber auf die Matratze und werde verschluckt. Ein sehr weiches Bett fĂŒr diese Nacht.
Der Schirm der Nachttischlampe ist angebrannt, von einer FunktionalitĂ€t kann keine Rede sein, ohne GlĂŒhbirne wird keine Lampe leuchten. Eine leere Weinflasche von unseren VorschlĂ€fern steht noch am NachtkĂ€stchen, so werden wir wohl auch in die Nacht starten. Das kleine Waschbecken im Zimmer ist fĂŒr die Ganzkörper-Hygiene verantwortlich, eine Hobbit-Toilette befindet sich im gleichen Stockwerk. Nachdem ich nun schon genug Werbung fĂŒr den Bacherlwirt gemacht habe, hier ein negativer Aspekt: an unser Zimmer schließt ein Balkon an, auf welchem wir den Abend mit keinem GlĂ€schen, sondern einer Flasche Wein ausklingen lassen. Also bitte, wer möchte denn sowas

Aber, ich habe die Nacht im Bacherlwirt genießen können und bin froh, dass wir dort genĂ€chtigt haben. Sonst hĂ€tte ich jetzt weit weniger schreiben mĂŒssen.

Die Welt steht Kopf beim Bacherlwirt.
Die Welt steht Kopf beim Bacherlwirt.

StreckenlÀnge: 20 km
Höhenmeter: 730m
Unterkunft: Gasthof Bacherlwirt, 21 € p.P. mit FrĂŒhstĂŒck
Besonderheiten am Weg: Sebastianfall, Mamauwiese, Kapelle in Vois

Tag 3: Vertraue keinem gebackenen Champion

Die Nacht ist ob der Besonderheiten im Bacherlwirt doch sehr entspannend gewesen. Zwei Mal muss ich mich zwar aus dem Schlund der Matratze befreien, doch das flĂŒssige BetĂ€ubungsmittel hat Wirkung gezeigt.
Im Erdgeschoss wird das FrĂŒhstĂŒck zubereitet, welches aber keine WĂŒnsche offen lĂ€sst. Die urige Wirtin schenkt uns Tee und Kaffee ein, wĂ€hrend an der Bar schon das erste Bier des Tages fĂŒr einen Gast gezapft wird. Doch irgendwann kommt auch fĂŒr uns die Zeit des Aufbruches.
Unser heutiges Ziel ist Mariazell. Wer den BurgenlĂ€ndischen Mariazellerweg kennt, weiß, dass die Strecke von Schwarzau nach Mariazell „ka Bemmerl is“. Stolze 32km und der höchste Punkt des BurgenlĂ€ndischen Mariazellerweges erwarten uns heute. Auf, auf, rasten können wir morgen auch noch.

Na super, beim Bacherlwirt will man nicht und hier darf man nicht.
Na super, beim Bacherlwirt will man nicht und hier darf man nicht.

Die asphaltierte Straße fĂŒhrt uns ins Preintal, der Untergrund wird erdig, bald schmĂ€ler und steinig. Es geht aufwĂ€rts, rauf auf’s Gscheidl, mit 1.134m der höchte Punkt nach Mariazell. Nicht nur geographisch ein Höhepunkt, viele Wallfahrtsgruppen hinterlassen hier Erinnungstafeln auf den BĂ€umen, der Aufstieg zum Gscheidl ist gesĂ€umt von Kreuzen und Wallfahrtstafeln. Na, wenn ich das gewusst hĂ€tte, könnten wir hier selbst eine Tafel auf einen Baum nageln.

Auffi auf's Gscheidl bestaunen wir die g'scheitn Taferl.
Auffi auf’s Gscheidl bestaunen wir die g’scheitn Taferl.
Jo, ein feiner Ausblick vom Gscheidl, da kann man nicht meckern.
Jo, ein feiner Ausblick vom Gscheidl, da kann man nicht meckern.

Hallo Hochschwab. Vom Gscheidl sieht man nĂ€mlich schon das prĂ€chtige Massiv hervorblitzen. Wir wandern nun an einer Forststraße nahe der 1.000 Meter-Marke zum und nach Lahnsattel an der SĂŒdseite vom Göller.

Pirie sonnt sich am Lahnsattel.
Pirie sonnt sich am Lahnsattel.

Stets im Nahbereich der B23 – oder auch mal direkt daneben – erreichen wir die kleine Ansiedlung Terz, bekannt fĂŒr den Kreuzungspunkt der B23 und B21, einer SchlĂŒsselstelle fĂŒr Motorrad-AusflĂŒgler. Hier verlassen wir dann auch das niederösterreichische LĂ€ndle und steuern der grĂŒnen Mark zu. Aber vorerst – der Tag war schon lang – stillen wir unseren Hunger am Gasthof direkt an der Kreuzung in Terz.
„Hach, wie lustig, schau wie die Champignon schreiben“, sag ich noch zu mir selbst. Und genau diese Mahlzeit genehmigt sich Alina, nichtwissend, dass der NĂ€hrwert der „Champion“ in Folge ins Negative rutscht.

Da ist's ja noch lustig.
Da ist’s ja noch lustig.

Gegessen, getrunkten und gezahlt haben wir, nun folgt der letzte unspektakulĂ€re Abschnitt durch das Halltal neben der Bundesstraße nach Mariazell. Denkste unspektakulĂ€r. Nach ca. einem Kilometer beginnt Alina zu jammern. Nicht die LĂ€nge der Etappe macht ihr zu schaffen, sondern die Mahlzeit von vorhin. Texta ft. Attwenger zitierend – „so schnö konnst gor ned schaun“ – wird der Rucksack abgeworfen und die „Champions“ finden ihren Weg im Rachen-RĂŒckwĂ€rtsgang ins GebĂŒsch. Ein leerer Magen und ein am Boden liegender Kreislauf nach 22 Kilometern Fußmarsch sind nicht gerade das, was wir uns von dieser Wanderung erhofft haben.
Ich zĂŒcke das Handy und rufe das erste Mal in meinem Leben eine Auskunft an – mediale Werbung bleibt halt dann doch irgendwie hĂ€ngen. Ein Taxi aus Mariazell ist organisiert und schippert uns zu unserer Unterkunft am Ortsbeginn von Mariazell. Nach dieser verausgabenden Tour kommt uns der morgige Ruhetag gerade recht. Und die Moral von der Geschicht? Traue keiner MenĂŒtafel mit Rechtschreibfehler.

Gut, dass sich das Lied von DÖF nicht bewahrheitet - das Taxi kommt nĂ€mlich schon.
Gut, dass sich das Lied von DÖF nicht bewahrheitet – das Taxi kommt nĂ€mlich schon.

StreckenlĂ€nge: 32 km (davon 23km zu Fuß, Rest mit dem Taxi)
Höhenmeter: 1.050m
Unterkunft: GĂ€stehaus Zach, 23 € p.P. mit FrĂŒhstĂŒck
Besonderheiten am Weg: Gscheidl, Champignon im GebĂŒsch, Mariazell

Tag 4: Können wir nicht einfach hier bleiben?

Der Ausblick unseres Balkonzimmers lĂ€sst die GrĂ€uel des Vortages schnell vergessen. Wir fĂŒhlen uns im GĂ€stehaus Zach sehr gut aufgehoben, genießen die Gastfreundschaft und das besondere FrĂŒhstĂŒck.

Unser Ausblick vom Balkon - hier lÀsst es sich aushalten.
Unser Ausblick vom Balkon – hier lĂ€sst es sich aushalten.
Wer sie nicht sah, war nicht in Mariazell. Die Basilika Mariazell ĂŒberstrahlt wahrlich den Ort.
Wer sie nicht sah, war nicht in Mariazell. Die Basilika Mariazell ĂŒberstrahlt wahrlich den Ort.
In Mariazell können wird in die Generation von Morgen investiert.
In Mariazell wird in die Generation von Morgen investiert.

Der Ruhetag wird mit einem Bummel durch Mariazell, einem Spaziergang an der Salza und einem SchlĂ€fchen am sonnigen Balkon ausgefĂŒllt. Alina ist wieder topfit und wir sind bereit fĂŒr den morgigen Ötscher-Aufstieg – auch wenn es uns die Unterkunft nicht leicht macht, diese zu verlassen.

Da wollen wir am nĂ€chsten Tag eigentlich rauf, doch wurde der Ötscher in den letzten Tagen wieder etwas angezuckert.
Da wollen wir am nĂ€chsten Tag eigentlich rauf, doch wurde der Ötscher in den vergangenen Tagen wieder etwas angezuckert.
Salza: dich hab ich ĂŒbersprĂŒngen.
Salza: dich ĂŒberspringe ich.
Ich will diese Star Wars-Kerze eigentlich erwerben, bis ich meinen Fehler bemerke.
Komisch, dass es in Mariazell Star Wars-Kerzen zu kaufen gibt.

StreckenlÀnge: ach, eigentlich gar nichts, ein paar Kilometer an der Salza
Höhenmeter: no one knows
Unterkunft: wie bei Tag 3
Besonderheiten: Basilika Mariazell, Lebzelterei, Kerzenzieherei

Tag 5: Und wenn i obn bleib, oba auffi muas i

Ich packe meinen Rucksack und nehme mit: keine Wasserflasche. Wo ist dieses Ding? Das halbe Zimmer wird auf den Kopf gestellt, doch von meiner Flasche ist nichts zu sehen. Könnte die Flasche aus dem Rucksack gefallen sein, als wir mit dem Taxi unterwegs waren? Wieder wird das Handy gezĂŒckt und diesmal direkt der Fahrer angerufen. Na eh klar, hebt nicht ab.
Nach RĂŒcksprache mit der Inhaberin des GĂ€stehauses ist der Taxifahrer meist am Vorplatz der Basilika stationiert – wenn er eben nicht unterwegs ist. Da wir sowieso an der Basilika vorbeimarschieren, versuchen wir unser GlĂŒck. Und siehe da, das Auto steht am Vorplatz der Basilika, der Fahrer lehnt lĂ€ssig am Taxi und nuckelt an meiner Flasche. Scherz, also das Nuckeln. Der Fahrer kann sich sofort an uns erinnern, weiß aber nichts von einer Flasche. Ein Blick in den Kofferraum genĂŒgt und schon kann ich mein rundes Ding wieder in meine Arme nehmen.

Dem Zweck dieser Erlebnisstation bin ich nicht auf die Spur gekommen.
Dem Zweck dieser Erlebnisstation bin ich nicht auf die Spur gekommen.

Wir wandern nun entgegen der eigentlichen WegfĂŒhrung des Oberösterreichischen Mariazellerweges nach Mitterbach am Erlaufsee und setzen unseren Weg am Erlaufstausee fort.

Am Westufer des Erlaufstausees nĂ€hern wir uns den ÖtschergrĂ€ben.
Am Westufer des Erlaufstausees nĂ€hern wir uns den ÖtschergrĂ€ben.

Der gut markierte Weitwanderweg leitet uns zur landschaftlichen Attraktion der Weitwandertour: in die ÖtschergrĂ€ben. Ach ja, es ist ĂŒbrigens ein sonniger Mai-Sonntag. Die ideale Voraussetzung fĂŒr unzĂ€hlige Ausweichmanöver, vollbesetzte Tische am Ötscherhias und kaum einsame Wegabschnitte. Erst als wir immer höher und tiefer in den Graben steigen, meldet der Wanderverkehrsfunk, dass die Strecke von der Überlastung befreit ist und man mit keinem Zeitverlust mehr rechnen muss.

Im Grand Canyon Österreichs wird stets brav gewandert.
Im Grand Canyon Österreichs wird stets brav gewandert.
Weniger Wanderverkehr ist schon am rauschenden Schleierfall.
Weniger Wanderverkehr ist schon am rauschenden Schleierfall.

Der Ruhetag in Mariazell hat uns jedoch auf AnfĂ€nger-Wanderniveau zurĂŒckgeworfen. Es wird geschnauft, es wird geschwitzt, es wird pausiert. Doch auch selbst wir erreichen nach dem steilen Aufstieg den 1.283m hohen Riffelsattel. Von hier geht’s dann nur mehr die Skipiste rauf zum Ötscherschutzhaus. Wir sind die einzigen GĂ€ste und bleiben die einzigen GĂ€ste. Die Zimmerwahl fĂ€llt Ă€ußerst schwer.

Der Riffelsattel ist erreicht - jetzt geht's noch die Skipiste rauf.
Der Riffelsattel ist erreicht – jetzt geht’s noch die Skipiste rauf.
Das Ötscherschutzhaus ist erreicht, die HĂŒtte ist fĂŒr uns allein reserviert.
Das Ötscherschutzhaus als Tagesziel, die HĂŒtte ist fĂŒr uns allein reserviert.

StreckenlÀnge: 23km
Höhenmeter: 1.570m
Unterkunft: Ötscherschutzhaus, ich glaube so um die 15 € p.P. mit FrĂŒhstĂŒck (im Zimmer)
Besonderheiten am Weg: Erlaufstausee, ÖtschergrĂ€ben, Mira- und Schleierfall

Tag 6: Wir lassen uns nicht Lunzen

Nach der Ötscher-Etappe folgt eine kĂŒrzere Tour nach Lunz am See. Den Ötscher-Gipfel lassen wir jedoch unangetastet, auch wenn ich das am Abstieg kurz bereue (die Möglichkeit ist ja fast zum Greifen nah da gewesen) – aber da ist es dann schon zu spĂ€t.

Es ist diese Tour eine Wanderung zum Entspannen, wenn da nicht die liegen gelassene Hundeleine wĂ€re. Auf einem bergauf fĂŒhrenden Wanderweg nach Lackenhof machen wir kurz Pause, legen die RucksĂ€cke ab, strecken die Sehnen mal durch. Wir gehen weiter, bis Alina nach ca. 15 Minuten Pirie an die Leine hĂ€ngen will, aber irgendwie nicht kann – die Leine ist futsch. Na super, bei der Pause liegen gelassen? Wahrscheinlich. Ich weiß nun, was mir bevorsteht. ZurĂŒckmarschieren, Leine holen, wieder bergauf wandern. Auf dieser Etappe mache ich mal gewiss mehr Wanderkilometer als Alina.

Zwar noch 500 Meter zum See, am Seehof wandern wir aber schon mal vorbei.
Zwar noch 500 Meter zum See, am Seehof wandern wir aber schon mal vorbei.
Grau in grau am Lunzer See.
Grau in grau am Lunzer See.

Die Leine ist wieder am Hund und wir am Lunzer See. Der Ortskern, mit unserer Unterkunft, befindet sich nicht direkt am See, sondern etwa 1,5 Kilometer westwĂ€rts. Da das Wetter fĂŒr sonnenverwöhnte MitteleuropĂ€er nicht wirklich badetauglich ist, lassen wir den Lunzer See hinter uns und genießen den restlichen Tag im Zimmer und bei einem Spaziergang durch den Ort.

Man darf sich ja auch mal was gönnen.
Man darf sich ja auch mal was gönnen.

StreckenlÀnge: 17 km
Höhenmeter: 282m
Unterkunft: Gasthof Zellerhof, 35 € p.P. mit FrĂŒhstĂŒck
Besonderheiten am Weg: Gut Seehof, Lunzer See

Tag 7: Eiserne GefÀhrten

Eisen dominiert den siebten Tag unserer Wandertour. Auf den ersten Kilometern wandern wir am 06er neben den Gleisen des Ötscherland-Expresses bis Bodingbach. Regen, oh Regen, warum verlĂ€sst du uns nicht.

Mit Wasser von oben geht's neben den Gleisen des Ötscherland-Expresses nach Bodingbach.
Mit Wasser von oben geht’s neben den Gleisen des Ötscherland-Expresses nach Bodingbach.
Klassisch fĂŒr das Mostviertel bewegen wir uns des Öfteren auf Agrarwegen.
Klassisch fĂŒr das Mostviertel bewegen wir uns des Öfteren auf Agrarwegen.

Wie ein wohl geformter Bumerang kommen die Regenwolken immer wieder zu uns retour, sobald sie uns mal kurz verlassen. In Maria Seesal legen wir deshalb eine Tee- und Toast-Pause im hiesigen Gasthof ein. Der Sohn der Wirtsleut arbeitet wĂ€hrenddessen an seinen Hausaufgaben, doch nebenbei lĂ€uft Donald Duck im Fernsehen. Über die QualitĂ€t der Hausaufgaben weiß nur die Lehrkraft Bescheid.

Der Regen wird nicht weniger. Es reicht, auf gut oberösterreichisch: „drauf gschissn“. NĂ€sser als nass können wir eh nicht werden. Unsere Wurschtigkeit gibt uns recht und die Regenwolken verziehen sich kurz vor Ybbsitz. Nach ĂŒber 20 Kilometern landen wir etwas durchnĂ€sst in der Schmiedestadt und werfen einen Blick auf die Wanderkarte. Ein Asphalthatscher auf GĂŒterwegen wird uns jetzt nach Waidhofen/Ybbs erwarten.
„Oh, schau, eine Bushaltestelle. Der Bus fĂ€hrt sogar nach Waidhofen, in 15 Minuten fĂ€hrt er ab.“ Den Rest der Geschichte könnt ihr euch denken.

Handwerk wird in Ybbsitz noch ausreichend gelebt.
Handwerk wird in Ybbsitz noch ausreichend gelebt.
Man könnte fast meinen, dass hier in Ybbsitz die Zeit nur so dahinrieselt.
Man könnte fast meinen, dass hier in Ybbsitz die Zeit nur so dahinrieselt.
Das frĂŒhere Zentrum der Eisenverarbeitung ist heute ein gemĂŒtliches, kleines StĂ€dtchen.
Das frĂŒhere Zentrum der Eisenverarbeitung – Waidhofen/Ybbs – ist heute ein gemĂŒtliches, kleines StĂ€dtchen.

StreckenlĂ€nge: 30km (davon 20km zu Fuß, Rest mit dem Bus)
Höhenmeter: 810m
Unterkunft: Pension Hoher Markt, 43 € p.P. mit FrĂŒhstĂŒck
Besonderheiten am Weg: Maria Seesal, Ybbsitz

Tag 8: Many Most

Die teuerste Unterkunft unserer Wandertour bietet uns aber den prominentesten Ausblick auf Waidhofen/Ybbs. Vor allem der FrĂŒhstĂŒcksraum im Dachgeschoss sorgt fĂŒr „Ahs“ und „Ohs“ aus unseren noch verschlafenen MĂŒndern.

Weiter, immer weiter - bevor uns die Regenwolken wieder erwischen.
Weiter, immer weiter – bevor uns die Regenwolken wieder erwischen.
Da hat es jemand auf unseren Mozartkugel-Vorrat abgesehen.
Da hat es jemand auf unseren Mozartkugel-Vorrat abgesehen.

In Waidhofen sagen wir auch dem Voralpinen Weitwanderweg 04 leise „Grias di“. GleichfĂŒhrend mit dem OÖ Mariazellerweg setzen wir unseren Weg an Konradsheim vorbeileitend weiter. Sanfte HĂŒgel, wenig befahrende GĂŒterwege und gemĂŒtliche Wanderwege wechseln sich ab und fĂŒhren uns aus Niederösterreich hinaus. Nur wenige Kilometer nach der Grenze zu Oberösterreich stoßen wir schon auf die kleine Ortschaft Maria Neustiftv – unser heutiges Tagesende.

Unschwierige, oft asphaltierte, aber doch wenig befahrene Strecken erwarten uns im Mostviertel.
Unschwierige, oft asphaltierte, aber doch wenig befahrene Strecken erwarten uns im Mostviertel.
Das oberösterreichische Maria Neustift ist ob ihrer Kinder gefĂŒrchtet. Wie gut, dass schon am Ortseingang darauf hingewiesen wird.
Das oberösterreichische Maria Neustift ist ob seiner Kinder gefĂŒrchtet. Wie gut, dass schon am Ortseingang darauf hingewiesen wird.

Da wir heute relativ flott unterwegs gewesen sind, bleibt genug Zeit, um dem Most zu fröhnen. Im Gastgarten der Roisentaverne gesellt sich eine Weitwanderin zu uns, die am Weg nach Mariazell ist. Den Mann und die Kinder hat sie mal zuhause gelassen und wandert ein paar Tage alleine durch die Landschaft. Wir unterhalten uns wunderbar, ein Most folgte auf den anderen, der Abend wurde lang.

Es mostelt in Maria Neustift.
Es mostelt in Maria Neustift.

StreckenlÀnge: 15 km
Höhenmeter: 550m
Unterkunft: Privatzimmer Ahrer, 28 € p.P. mit FrĂŒhstĂŒck
Besonderheiten am Weg: Mostviertler Landwirtschaft, Kirche Maria Neustift

Tag 9: Steyrermen san very good

Auf den kurzen Tag folgt wieder ein fast 30-er, doch bevor ĂŒberhaupt ein Schritt nach draußen gesetzt werden kann, warten wir erst mal. Denn der liebe Petrus hat den Stöpsel am Wasserausfluss vergessen und der strömende Regen ergießt sich ĂŒber Maria Neustift. Sogar die Dachrinne ist bald mal ĂŒberfordert.

Man beachte die ĂŒberschwappende Dachrinne.
Man beachte die ĂŒberschwappende Dachrinne.

Alles hat ein Ende, auch das Gewitter in Maria Neustift. Ohne weitere RegenergĂŒsse bewĂ€ltigen wir den Tag, welcher uns vorerst ĂŒber den Spadenberg fĂŒhrt – der letzten 1.000-Meter-Marke auf dieser Tour.

Einsam und verlassen am Weg zum letzten 1.000er unserer Tour.
Einsam und verlassen am Weg zum letzten 1.000er unserer Tour.
Der Regen der letzten Tage sorgt fĂŒr Wachstum - natĂŒrliches Wachstum.
Der Regen der letzten Tage sorgt fĂŒr Wachstum – natĂŒrliches Wachstum.

Nach einem Windpark verlÀsst uns der 04er-Weg, welcher seine Fortsetzung in Ternberg an der Enns findet. Wir jedoch wandern weiter am 06er-Weg in Richtung Damberg. Den Aufstieg zur Warte am 807m hohen Damberg lassen wir uns nicht entgehen.

Ein asphaltierter Wiesenweg am Weg zum Damberg.
Ein asphaltierter Wiesenweg am Weg zum Damberg.
Der oberösterreichische Prototyp einer Blumenwiese.
Der oberösterreichische Prototyp einer Blumenwiese.
Mit verschwitztem RĂŒcken blicke ich von der Damberg-Warte auf den kommenden Tag.
Mit verschwitztem RĂŒcken blicke ich von der Damberg-Warte auf den kommenden Tag.

Am 06er wandern wir vom Damberg hinab nach Steyr, kehren aber zwischendurch im Gasthaus Schoiber ein, was sich als GlĂŒcksfall fĂŒr unsere Pirie erweist. Denn die HaushĂŒndin hat verblĂŒffende Ähnlichkeit mit unserer Pinscher-Mischling-HĂŒndin und die beiden verstehen sich prĂ€chtig. Als wir uns jedoch wieder auf die Socken machen, knurrt die HaushĂŒndin unsere Pirie an, wenn ich die Hundesprache hier ĂŒbersetzen darf: „Du darfst nicht gehen.“

Das Wetter weiß auch nicht so recht wie es mit dem Mai umgehen soll.
Das Wetter weiß auch nicht so recht wie es mit dem Mai umgehen soll.

Rausch, rausch, rausch. Nach zwei Tagen in der Pampa und ohne Stadtkontakt kommt uns der stressige Verkehr in Steyr sehr fremd vor. Dankenswerterweise können wir bei meiner Schwester und ihrem Freund in Steyr ĂŒbernachten, doch befindet sich ihr Wohnort einmal quer durch die Stadt marschierend an der Enns. Aber sie haben fĂŒr uns gekocht und der laue Mai-Abend lĂ€sst einen gemĂŒtlichen Abendausklang auf Balkonien zu.

StreckenlÀnge: 28 km
Höhenmeter: 1.080m
Unterkunft: bei meiner Schwester, kostenlos
Besonderheiten am Weg: Spadenberg, Damberg, Steyr

Tag 10: Wenn du heim kommst und keiner daheim ist

Der letzte Tag unserer „Daham“ zum „Dahoam“-Tour. Wir freuen uns auf die Ankunft, aber irgendwie wollen wir doch noch weiter marschieren. Die ersten Meter fĂŒhren uns auf einen Steg ĂŒber die Enns und weiter in den Stadtteil Gleink. Wir sind nicht allein unterwegs, der Freund meiner Schwester hat sich uns angeschlossen und begleitet uns bis nach Sierning.

"So a Gatsch-Lockn." Bei Steyr-MĂŒnichholz ĂŒberqueren wir die Enns und wandern nach Gleink.
„So a Gatsch-Lockn.“ Bei Steyr-MĂŒnichholz ĂŒberqueren wir die Enns und wandern nach Gleink.
Das Wetter ist uns am letzten Wandertag hold.
Das Wetter ist uns am letzten Wandertag hold.
Er bewacht den Eingang zum Stift Gleink.
Er bewacht den Eingang zum Stift Gleink.

Von Gleink wandern wir auf GĂŒterwegen nach Wolfern und nach dem Ort treffen wir auf den Salzsteigweg 09, welchen wir bis nach Sierning begehen. In Sierning verlassen wir wieder den 09er und suchen uns nun unserer Wege selbststĂ€ndig. Teilweise wandern wir auf Straßen, begehen jedoch auch einsame Waldwege und Schotterstraßen, durchqueren Bauernhöfe und rasten an schattigen PlĂ€tzen. Der letzte Ort vor unserer Ankunft – Rohr im Kremstal – ist uns nur eine schnelle Durchquerung wert und ab hier kenne ich mich dann wieder aus.

Schade, dass wir an diesem Freitag das Spektakel verpassen.
Schade, dass wir an diesem Freitag das Spektakel verpassen.
Hallo landwirtschaftliches Flachland. Unmarkiert, auf irgendwelchen Wegen schlagen wir uns durch.
Hallo landwirtschaftliches Flachland. Unmarkiert, auf irgendwelchen Wegen schlagen wir uns durch.
FĂŒnf Kilometer vor dem Ende treffen wir auf diesen Baum, der mir bislang noch nie aufgefallen ist. Ist ja auch leicht zu ĂŒbersehen.
FĂŒnf Kilometer vor dem Ende treffen wir auf diesen Baum, der mir bislang noch nie aufgefallen ist. Ist ja auch leicht zu ĂŒbersehen.

Es ist ein heißer, sonniger Tag – ein perfekter Abschluss. Ein letztes Mal durchqueren wir einen Wald, den mir so bekannten und in der Kindheit oft erkundenten Schacherwald, und wir befinden uns auf der Zielgeraden.
Wir haben es geschafft, das „Dahoam“ ist erreicht. Doch es ist gerade niemand daheim, um uns Einlass zu gewĂ€hren. Macht nichts, wir lassen auf der Terrasse die letzten 10 Tage im Geiste Revue passieren. Und wegen dem frĂŒhmorgentlichen Gedanken zum Weitermarschieren: dieser ist verflogen. Wir wollten heim, und sind daheim.

GebrĂ€unt und glĂŒcklich haben wir das "Dahoam" erreicht.
GebrĂ€unt und glĂŒcklich haben wir das „Dahoam“ erreicht.

StreckenlÀnge: 31 km
Höhenmeter: 460m
Unterkunft: „Dahoam“
Besonderheiten am Weg: Oberösterreichische Landwirtschaft in Reinkultur

Vom niederösterreichischen Steinfeld in den oberösterreichischen Zentralraum. Eine selbst zusammengestellte Weitwandertour auf unterschiedlichsten Wegen.
Gesamte StreckenlĂ€nge: 213km (194km zu Fuß)
Gesamte Höhenmeter: 7.500m

volle Distanz: 214.63 km
Gesamtanstieg: 7556 m
Gesamtabstieg: -7507 m

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