23,8 km | 100 Höhenmeter | 6 Stunden | leicht

Vom Osten in den Westen, einmal quer durch Österreich. Ein Traum vieler Menschen, oft unvorstellbar. Es heißt ja immer: Der erste Schritt ist der schwerste. Dabei ist die erste Etappe am Zentralalpenweg eigentlich ganz einfach. Gletscherausrüstung ist jedenfalls zwischen Hainburg und Parndorf nicht notwendig.

Tourdaten: Zentralalpenweg 02, Etappe 1 von Hainburg nach Parndorf

Info: allgemeine Infos zum Zentralalpenweg 02 auf gehlebt.at
Ausgangspunkt: Hauptplatz Hainburg an der Donau am Weitwanderstein, 2410 Hainburg
Endpunkt: Pfarrkirche Ladislaus in Parndorf
Länge: 23,8 Kilometer
Höhenmeter: 100 m im Aufstieg, 90 m im Abstieg
Dauer: 6 Stunden
Höchster Punkt: Schwer auszumachen, aber grundsätzlich kurz nach dem Heidentor bei Petronell-Carnuntum, 191 m.
Schwierigkeit: Technisch sehr einfach, keine besonderen Schwierigkeiten, wenig abwechslungsreich. Wenig Schatten, daher kann es im Sommer sehr heiß werden!
Orientierung: Durchgehend rot-weiß-rot mit 02 markiert; rund um Bad Deutsch-Altenburg auch am Jakobsweg; vom Heidentor nach Rohrau auch Bernstein Trail.
Literatur: Zentralalpenweg 02 – Band 1, ÖAV Weitwanderer
Karten: fb WK 013, BEV ÖK50 5327

Einkehrmöglichkeiten: Gaststätten in Hainburg an der Donau, Bad Deutsch-Altenburg, Petronell-Carnuntum und Parndorf.
Nächtigung: Pension Diana in Parndorf; Unterkunftsverzeichnis Burgenland Tourismus
Weitere Links:
> Infos bei ÖAV Weitwanderer
> Tour bei gipfelrast
> Beschreibung bei wunderbarwanderbar
> Tour bei smeki wandert
> ​Beschreibung auf alpenvereinaktiv.com
> Tour bei the Reacher and the Settler
> Tour bei gehmeinsam

Öffentliche Anreise: Mit der S-Bahn S7 (Fahrtrichtung Wolfsthal) von Wien direkt nach Hainburg/Donau Personenbahnhof.
Öffentliche Abreise: Vom Bahnhof Parndorf mit Regionalzügen in Richtung Neusiedl/See und Wien.
Zwischenstationen: Zug in Bad Deutsch-Altenburg (nach ca. 5 km); Zug in Petronell-Carnuntum (nach ca. 10 km); Bus in Rohrau (nach ca. 16,5 km)

Download file: Zentralalpenweg 02 - E1.gpx

Von Hainburg nach Petronell-Carnuntum

Die Zentralalpen sind eigentlich ganz, ja wirklich, ganz woanders. Wer aber auf die hohen Berge will, muss auch die Ebenen durchwandern. So das Motto der ersten beiden Etappen am Zentralalpenweg 02.

Der Zentralalpenweg startet offiziell am Weitwanderstein am Hauptplatz in Hainburg an der Donau. Die Stadtgemeinde ist die östlichste Stadt Österreichs und liegt zusätzlich am Rande der Karpaten, folglich nähern wir uns nun Schritt für Schritt den Alpen. Das sehenswerte Zentrum verlassen wir über die Blutgasse, die Hauergasse querend, durch das Fischertor zur Donau.

Zuerst noch an der Donau, danach einem Altarm entlang zur bereits hörbaren Donaubrücke bei Hainburg. Hier geht’s unterhalb hindurch und weiter nach Bad Deutsch-Altenburg. Besonders ins Auge sticht der Steinbruch am Pfaffenberg, dessen Kalkstock bereits zur Römerzeit bearbeitet wurde. Dieses unnatürliche Bild beeinträchtigt gewisse den Kurbetrieb, selbst wenn sich hier eine der stärksten Iod-Schwefel-Quellen Mitteleuropas findet.

Sehenswert sind hier das Museum Carnuntium und der gegenüber liegende Park mit nachgestalteten römischen Säulen. Direkt nach dem Kurhaus biegen wir rechts auf einen schmalen Pfad neben dem Sulzbach zur Pfarrer Maurergasse ab. Abermals rechts, vorbei an der Elisabethkapelle zur Wienerstraße. Wir spazieren am Gehsteig sanft ansteigend zur links einmündenden Burggasse, welche wir kurz danach rechts verlassen und die letzten Häuser von Bad Deutsch-Altenburg hinter uns lassen.

Bei Lust und Laune biegen wir an der kommenden Wegkreuzung von Feldwegen rechts zum 200 Meter entfernten kleinen Amphitheater ab. Direkt gegenüber an der Landstraße sind vor einem alten Gasthaus zwei Kühlschränke mit Gemüse, Säften und Eier zur Selbstbedienung aufgestellt. Das vielfältige und frei laufende Geflügel erblicken wir am Weg zum Theater. Feldwege führen uns nun in späterer Folge der Bahnlinie entlang nach Petronell-Carnuntum.

Von Petronell-Carnuntum nach Parndorf

Petronell-Carnuntum wurde bereits im Jahr 1142 das Marktrecht verliehen, somit zählt der Ort zu den ältesten Marktgemeinden Niederösterreichs. Doch bereits viel früher herrschte hier Trubel. Carnuntum und die Militärstadt waren Teil der römischen Provinz Pannonien, deren Geschichte im Archäologischen Park Carnuntum entdeckt werden kann. Dieser befindet sich nur etwas abseits des 02ers an der Hauptstraße im Westen der Gemeinde.

Sehen wir uns den Park nicht an, wandern wir direkt weiter zur nächsten Sehenswürdigkeit: dem Heidentor. Nicht zu übersehen, sehr imposant und noch sehr gut erhalten. Errichtet wurde es im 4. Jahrhundert n. Chr. als Siegesdenkmal.

Weiter geht’s nun südwärts, überschreiten die Trasse einer bereits entfernten Bahnlinie und landen nach der Bundesstraße in Schaffelhof. Feldwege dominieren nun unseren Weg in Richtung Rohrau. An der Landstraße zwischen Rohrau und Hollern rechts, nach einer Brücke aber sofort wieder links auf einen Naturweg an den Ortsrand von Rohrau. Der kleine Ort, mit „Pepi Teich“, befindet sich zur Rechten. Zur Linken überschreiten wir die Leitha und landen nun im Burgenland, dem zweiten Bundesland am Zentralalpenweg.

Nun folgt eine der längsten Geraden auf den österreichischen Weitwanderwegen. Vorbei an einigen Windkraftanlagen spazieren wir nun auf einer Schotterstraße südwärts, queren die Nordost-Autobahn A6 und finden kurze Abwechslung in einem kleinen Waldstück. Die Markierung hält!

Auf befestigten Wegen nähern wir uns nun Parndorf. Ein wahres Schmuckstück von einem blauen Sitzbankerl und ein kaum lesbares Taferl begleiten uns, befreit von jeglichen Höhenmetern, in die zweisprachige Gemeinde auf der Parndorfer Platte. Ein offener Gemüsestand sorgt für die abendliche Verpflegung.

Die erste Etappe am Zentralalpenweg 02 endet nun offiziell an der Pfarrkirche Parndorf. Nächtigen werde ich in diesem Ort jedoch nicht, denn 1. sind Nächtigungsbetriebe immer noch geschlossen (eh scho wissen) und 2. ist die Bahnverbindung von Parndorf nach Wien für Tagesweitwanderer perfekt ausgelegt.


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