Königsweg

„Freitag und Samstag war ein furchtbares Wetter am Hochkönig. Keine Ahnung, was da die Wanderer am Königsweg gemacht haben“, meint die Mitarbeiterin im Gasthof Hotel Hörlgut in Maria Alm am Steinernen Meer und ergänzt: „Erst heute war’s wieder mal ein wenig freundlicher!“
„Das gute Wetter hab ich mitgebracht!“, erkläre ich voller Selbstvertrauen.
Das Lachen hört man noch im Nachbarhotel.

Vier Tage erwanderte ich im September 2017 den Königsweg im Salzburger Land und lernte die unterschiedlichen Gefühlswelten der Region um Hochkönig und Hundstein kennen.

Informationen zum Königsweg

Königsweg gesamt

Offizielle Homepage: http://www.hochkoenig.at/de/sommer-urlaub-salzburg/wandern/koenigsweg.html
Länge
: 74 Kilometer
Höhenmeter: 4.670 Hm
Start- und Endpunkt: Maria Alm am Steinernen Meer, Bundesland Salzburg
Charakteristik des Weges: Der Königsweg ist in seiner Gesamtheit äußerst abwechslungsreich. Waldwege, Wiesenwege, Asphaltstraßen, Schotterwege wechseln sich nahezu stetig ab. Es bestehen keinerlei technische Schwierigkeiten bei der Begehung, ausgesetzte Stellen sucht man am Königsweg vergeblich. Einzig rutschige Stellen auf Steinen oder Wurzeln stellen ein gewisses Gefahrenpotential dar. Steigungen und Abstiege sind moderat und arten nur sehr selten wirklich steil aus.
Geographischer Höhepunkt ist der Hundstein mit 2.117 Metern, von welchem man theoretisch ein prächtiges 360° Panorama hat (warum theoretisch, wird in der Beschreibung zur Etappe 4 erklärt).

volle Distanz: 74.54 km
Gesamtanstieg: 4594 m
Gesamtabstieg: -4594 m
Oberhalb des Hundsteinsees – Etappe 4

Anreise nach Maria Alm am Steinernen Meer

Öffentlich

Mit dem Zug von Wörgl oder Salzburg nach Saalfelden am Steinernen Meer, weiter mit dem Bus 620 (€ 2,50 Einzelfahrt pro Person) ins Ortszentrum von Maria Alm.

Auto

Maria Alm liegt an der B164 zwischen Saalfelden und Bischofshofen. Anreise nach Saalfelden über Bundesstraßenverbindungen von Lofer, St. Johann/Tirol oder Zell am See. Bischofshofen liegt nahe an der A10.

Unterkünfte

Beinahe unzählige Privatzimmer, Pensionen, Hotels sowie auch Hütten säumen den Weg und laden zur Nächtigung sowie zu Abendessen und Frühstück ein. Informationen dazu erteilt das Tourismusbüro Hochkönig.

Bei Nächtigung in einem Partnerbetrieb, erhält man außerdem die Hochkönig-Card, welche für den gesamten Zeitraum am Königsweg gültig ist. Mit dieser Karte können z. B. Seilbahnen kostenlos benutzt werden, Busverbindungen zwischen Maria Alm und Mühlbach sind kostenlos, Eintritte in Museen und Freibäder sind kostenlos, etc. Weitere Informationen zur Hochkönig-Card sind bei Hochkönig Tourismus einsehbar.

Ich selbst habe genächtigt im Gasthof Hotel Hörlgut in Maria Alm, im Vitalhotel Post in Dienten am Hochkönig sowie im Hotel Sonnhof in Mühlbach am Hochkönig.

Zweifach genächtigt im Vitalhotel Post in Dienten am Hochkönig – Ende Etappe 1 und Ende Etappe 3.

Verpflegung unterwegs

Auf jeder Etappe gibt es zwischen Start und Ziel immer wieder Einkehrmöglichkeiten. Vor allem auf der zweiten Etappe zwischen Dienten und Mühlbach werden ein halbes Dutzend Almen passiert. Wer sich jedoch nicht auf Einkehrmöglichkeiten verlassen möchte, findet in Maria Alm, Dienten und Mühlbach entweder kleine Bäckereien oder Einkaufsmöglichkeiten vor.

Almjausenbrot und alkoholfreies Weizenbier auf der Pichlalm – Etappe 1.

Beschilderung und Markierung

Der Königsweg verläuft durchgehend auf markierten Wanderwegen und ist ebenso vollständig mit eigenen Stickern zum Königsweg auf Wegweisern markiert. Es werden also bestehende Wegweiser genutzt, auf welchen Königssweg-Sticker aufgeklebt sind. Die Markierungen der Wanderwege variieren je nach Gebiet, in welchem man unterwegs ist. Während im nördlichen Bereich am Fuße des Hochkönigs rot-weiß-rote Markierungen oft ersichtlich sind, ändert sich die Farbgebung im südlichen Teil ab Mühlbach auf nur rot-weiß oder teilweise auch auf rosa Punkte.

Unterschiedliche Markierungs- und Beschilderungsformen am Königsweg.

Ausrüstung

Für den Königsweg sind keine besonderen Ausrüstungsgegenstände notwendig, abgesehen von der Standard-Ausrüstung für Wandertouren und Mehrtagestouren, welche als Packliste hier abrufbar ist.
Hüttenschlafsack ist nicht erforderlich, außer wenn in der Erichhütte genächtigt wird. Wanderstöcke je nach persönlichem Bedarf, Schuhwerk mit gutem Profil werden empfohlen. Regenschutz sowie ein Erste-Hilfe-Set sollten im Tagesrucksack zu finden sein.

Ich selbst war mit Trailrunning-Schuhen unterwegs. Außerdem war ich Anfang September bei der letzten Etappe über den Hundstein über ein Stirnband und Handschuhe sehr froh.

Meine Regenjacke fliegt durch die Gegend, wehe wenn sie losgelassen – Etappe 3.

Gepäcktransfer

Werden die Unterkünfte über Hochkönig Tourismus reserviert, ist ein Gepäcktransfer zwischen den Hotel und Pensionen möglich. Dieser funktioniert unkompliziert einfach und ist im Service inbegriffen. So können die Etappen mit einem kleinen Tagesrucksack begangen werden.
Zu beachten ist, dass kein Transfer möglich ist, wenn auf der Erichhütte genächtigt wird.

Wartet schon sehnsüchtig auf mich im Hotel Sonnhof – Ende Etappe 2.

Karten und Literatur

Kartenmaterial für das Gebiet

Vor Ort in Maria Alm ist eine gute Wanderkarte der gesamten Region im Maßstab 1:25.000 erhältlich, welche man auch bei Buchung über Hochkönig Tourismus in der Startunterkunft erhält.

Weitere Wanderkarten für das Gebiet gibt es von verschiedenen Verlagen und sind nachfolgend gelistet. Einzig in der Karte von freytag & berndt ist der Königsweg mit einem eigenen Symbol gekennzeichnet. Bei den anderen Karten kann man nicht erkennen, wo der Königsweg verläuft.

freytag & berndt WK 103, 1:50.000*
Alpenverein 10/2 Hochkönig, 1:25.000* und 45/1, 1:50.000*
Kompass WK 30, 1:50.000*
Von den BEV Karten sind insgesamt vier Karten notwendig (ÖK50 3215, 3216, 3221, 3222).

Treue Begleiterin am Königsweg im Maßstab 1:25.000 – Etappe 4.

Wanderführer für das Gebiet

Rother Wanderführer Hochkönig, 2014, ISBN 9783763340156*: Beschreibt nicht den Königsweg, sondern nur Wandertouren in der Region.

Etappen am Königsweg

Tag 1 – 17,8 km – 1.220 Hm

Von Maria Alm über den Hausberg Natrun (Auffahrt zum Natrun auch mit der Seilbahn möglich) nach Hinterthal und von hier weiter zum Fuße des Hochkönigs zur Pichlalm. Abstieg zum Filzensattel und Übergang nach Dienten am Hochkönig.
Zur Beschreibung dieser Etappe!

Blick zurück nach Hinterthal – Etappe 1.

Tag 2 – 18,4 km – 1.100 Hm

Mit dem Regionalbus (kostenlos mit Hochkönig Card) von Dienten Ortsmitte zur Bushaltestelle Alpin Park. Ab hier Aufstieg zur Erichhütte und am Fuß des Hochkönigs entlang zum Arthurhaus. Ab hier Abstieg nach Mühlbach am Hochkönig am Erzweg.
Zur Beschreibung dieser Etappe!

Kleiner Mensch vor hohen Wänden – Etappe 2.

Tag 3 – 17,5 km – 1.220 Hm

Von Mühlbach am Hochkönig zur Talstation der Karbachalmbahn (auch Auffahrt mit der Seilbahn möglich) und Aufstieg zur Karbachalm. Von hier weiter über den Schneeberg sowie Schneebergkreuz, Kollmannsegg, Wastlhöhe und Bürglalm (ab hier auch Abfahrt mit Bürglalmbahn möglich) hinab nach Dienten.
Zur Beschreibung dieser Etappe!

Über Alm- und Wiesenböden – Etappe 3.

Tag 4 – 22,5 km – 1.220 Hm

Von Dienten am Hochkönig Aufstieg zur Lettenalm und weiter aufsteigend über Klingspitze und Hochkasern zum Statzerhaus am Hundstein, dem höchsten Punkt des Königsweges. Abstieg über Aberg nach Unterberg und Wanderung entlang des Urslau-Baches nach Maria Alm.
Zur Beschreibung dieser Etappe!

Aussichtsreicher Abstieg nach Maria Alm – Etappe 4.

Aktuelles Wetter




Dieser Bericht entstand in Kooperation mit Hochkönig Tourismus. Meine Meinung zum Weg, zu den Unterkünften und meine Erzählungen werden davon nicht beeinflusst.

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