10,8 km | 860 Höhenmeter | 5.00 Stunden | schwer

Imposante Felstürme, klimpernde Karabiner und Drahtseilakte für Schwindelfreie. Dies alles erwartet uns bei der Besteigung der „Techniker-Alpenclub-Spitze“ und der Vordernberger Griesmauer. Während die Kletterseilschaften die felsige Direttissima auf den zweitgenannten Gipfel wählen, wandern wir in die imposante Felslandschaft hinein. Ein kurzer, aber knackiger Klettersteig führt auf den nicht besonders geräumigen Gipfel der TAC-Spitze. Ein Muss für alle, die es gerne ein wenig anspruchsvoller haben.

Tourdaten: TAC-Spitze und Vordernberger Griesmauer

Ausgangs- und Endpunkt: Bushaltestelle Präbichl Passhöhe, Parkplätze auf der Laufstraße oberhalb der Passhöhe.
Länge: 10,8 Kilometer
Höhenmeter: 860 m im Auf- und Abstieg
Dauer: 5.00 Stunden
Höchster Punkt: TAC-Spitze, 2019 m
Schwierigkeit: Am Knappensteig zur Leobner Hütte eine seilversicherte Stelle, Hubert-Wieser-Steig zum Gipfel der TAC-Spitze teils exponierter Klettersteig mit Schwierigkeit A/B. Klettersteigset für AnfängerInnen empfohlen. Auf Steinschlag achten!
Orientierung: Durchgehend markiert und beschildert.
Karten: fb WK 5041 (1:35.000), fb WK 041 (1:50.000), AV WK 18 (1:50.000)
Literatur: Rother Hochschwab

Einkehrmöglichkeiten: Leobner Hütte

Öffentliche An- und Abreise: Mit dem Bus 820 vom Bahnhof Leoben zum Ausgangspunkt.

Download file: Hochs_45_Praebichl-Knappensteig-TAC.gpx

Dolomiten-Feeling im Kleinformat

Ein lustiger Name für einen Gipfel, diese TAC-Spitze. Das Lachen vergeht einem aber im kurzen und knackigen Klettersteig vor dem höchsten Punkt des Felsklotzes. Wobei: Eigentlich ist es ja ein Genuss! Was für eine geniale Bergtour, was für eine tolle Landschaft. Und ein Felsgebilde, als ob es sich hier um ein Dolomiten-Minimundus handelt.

Startpunkt ist die Bushaltestelle Präbichl Passhöhe. Nix los auf der Passhöhe, Präbichl hat zumindest hier schon bessere Zeiten gesehen. Auch der Sessellift auf den Polster will nicht mehr so richtig in die Gänge kommen. So heißt es Muskelkraft aufwenden, bei der Talstation geht es zugleich gut markiert auf einen Waldweg. Wir unterschreiten einen weiteren Sessellift und landen nach weiterem Aufstieg auf einer weitläufigen Bergwiese unterhalb des Polsters. Ein Paradies für Paragleiter!

Von hier führt nun der Knappensteig an den Südhängen des Polsters entlang. Wir durchqueren das Polsterkar, umsteigen eine felsige Geländestufe (Seilversicherung vorhanden) und erreichen kurz danach die Sonnenterrasse der Leobner Hütte. Ein Himbeer-Kracherl und eine Kaspressknödelsuppe finden wir uns schon wieder am weiteren Aufstiegsweg ein.

Von der Leobner Hütte auf die steinige Hochfläche

Dieser führt nun langgezogen zum weithin sichtbaren Hirscheggsattel. Weithin deshalb, weil Hochspannungsleitungen queren und kaum zu übersehen sind. Hier am Sattel blicken wir auf den schroffen Fledermausgrat, über welchen eine der schönsten Genuss-Klettereien der Steiermark führt. Wir beobachten eine Seilschaft im Fels und nicht weit davon entfernt einen Steinbock, der sich ein gutes Aussichtsplatzerl gesucht hat. Ob sich Kletterer und Steinbock wo begegnen?

Unser Aufstiegsweg führt aber links vom Fledermausgrat bergwärts über eine Schutthalde entlang auf die steinige Hochfläche. Die TAC-Spitze geradeaus und Vordernberger Griesmauer zur Rechten befinden sich bereits im Blickfeld. Wie eine kleine Zinne schraubt sich die TAC-Spitze am Ende der Hochfläche in die Höhe.

Rund um TAC-Spitze und Vordernberger Griesmauer

Wir wandern zur Scharte vor der TAC-Spitze, ab hier beginnt der Hubert-Wieser-Steig, ein kurzer, aber knackiger Klettersteig (A/B). Zuerst ein Felsband entlang, dann einen schmalen Kamin (Schlüsselstelle) hoch. Nach kurzem Gehgelände folgen wir in einem Linksbogen dem versicherten Pfad zum ausgesetzten Gipfel der TAC-Spitze.

Viel Platz bietet der Gipfel selbst nicht, etwas mehr Rastfläche und auch das Gipfelbuch finden wir etwas unterhalb. Vom Gipfel blicken wir auf die benachbarte Vordernberger Griesmauer, den Pfaffenstein bei Eisenerz und über das Hochschwab-Massiv vom Brandstein bis zum Karlhochkogel. Die Bergwelt zu Füßen!

Weil ein Gipfel nicht genug ist, steigen wir wieder vorsichtig von der TAC-Spitze ab (aufpassen auf Gegenverkehr) und wandern auf rutschigen Geröllpfaden zum Gipfel der Vordernberger Griesmauer, 2015 m. Ein lohnender Berg für die Aussicht in die südliche Richtung hinab nach Vordernberg und westwärts zum Eisenerzer Reichenstein.

Nach kurzer Gipfelrast geht es nun entweder auf dem gleichen Weg wieder retour zum Ausgangspunkt oder von der Leobner Hütte über den etwas gemütlicheren Handlgraben zurück zur Passhöhe.


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